Wie aktiviere ich meine Selbstheilungskräfte?

Fast alle Menschen wollen gesund sein. Viele möchten auch etwas dafür tun. Manche fasten einmal im Jahr. Manche gehen wandern. Andere treiben Sport, machen Sauna, Yoga oder Fitnesstraining. Einige leben vegetarisch oder essen weniger Fleisch als früher, hören auf zu rauchen, essen weniger Süßigkeiten usw.

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Mir wurde mit Naturheilkunde nicht geholfen

Diesen Satz höre ich sehr häufig. Mindestens die Hälfte unserer Patienten hat naturheilkundliche Behandlungen durchführen lassen, ohne dass sie eine wesentliche Besserung gemerkt haben. Dabei wird in meinen Artikeln immer wieder behauptet, dass man mit Naturheilkunde fast jedem Menschen mit einer chronischen Erkrankung entscheidend weiter helfen kann. Wie kommt es zu dieser Diskrepanz zwischen Erwartung, Versprechen und Realität?

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Ein paar nackte Zahlen

Nachdem ich bisher jahrelang über Gesundheits- bzw. Krankheitsprobleme berichtet habe, möchte ich mit
dem heutigen Referat auf die Bedeutung einiger interessanter Zahlen hinweisen. Das klingt zwar nach
nüchterner Berichterstattung, sollte uns aber trotzdem zum Nachdenken und danach auch zur Überprüfung
unserer Lebensgewohnheiten veranlassen. Viele der unten beschriebenen Details sind bereits in anderen
Aufsätzen erschienen. Zur Erinnerung sollen sie aber noch einmal wiederholt werden.

Wir werden fast alle mit einem gesunden Körper, einer gesunden Seele und einem gesunden Geist geboren. Oder etwa nicht? Jetzt kommen die ersten interessanten Zahlen:

1. Ein Kind entsteht durch die Verschmelzung von Ei mit Samenzelle.

Beide enthalten Mitochondrien, die Samenzelle einige wenige, die Eizelle ca. 5.000. Die Mitochondrien werden auch „Kraftwerke der Zellen“ genannt, weil sich in ihnen die Energielieferanten befinden, die wir auch „Atemketten“ nennen. Dort
wird Energie für den Körper in Form vonATP(Adenosintriphosphat) produziert, pro Tag ca. 80 kg (bei einem Tour de France-Fahrer sollen es täglich ca. 1.000 kg ATP sein). Jede Atemkette funktioniert etwa wie ein Zahnradgetriebe, ist also etwas störanfällig. Pro Mitochondrium soll es etwa 100.000 Atemketten geben, also eine ungeheure Menge. Diese Atemketten werden allerdings anscheinend relativ leicht gestört und damit blockiert. Blockaden werden vor allem durch Stoffe ausgelöst, die der Körper nicht verarbeiten oder ausscheiden kann. Das können Fremdstoffe ein wie: Medikamentenrückstände, Geschmacksver-
stärker, Konservierungsstoffe, Pestizide, Insektizide, oxische Schwermetalle (Blei, Quecksilber, Cadmium, Nickel u.a.) und eine Vielzahl anderer Fremdstoffe. Diese sind in sehr vielen Artikeln und Nahrungsmitteln des täglichen Gebrauchs enthalten. Es gibt aber auch Giftstoffe, die im Körper selbst entstehen. Über seine Ausscheidungsorgane, besonders Leber, Niere und Haut, suchen wir, diese Stoffe wieder los zu werden. Das geht in den ersten Lebensjahren auch meist ganz gut, wird im Laufe des Lebens aber immer weniger. In meinen Büchern, z.B. „Naturheilkunde für Jeden“ oder „Vorbeugen ist besser als heilen“, aber auch in den meisten meiner Artikel habe ich immer wieder darauf hingewiesen. Diese Giftstoffe entstehen hauptsächlich im Dünndarm
durch Gärung von Kohlenhydraten und Fäulnis von Eiweiß. Fette reagieren weitgehend neutral und führen wohl kaum zu einer Belastung, wenn sie von guter Qualität sind. Gärung und Fäulnis sind aber sehr häufig, werden nur selten erkannt und sind  große Belastungsfaktoren. Dabei handelt es sich um Alkohole, auch Fuselalkohole wie Methanol, Propanol, Butanol, oder bei der Fäulnis um Stoffe wie Kadaverin, das bereits mit seinem Namen auf Kadaver hinweist wie in faulem Fleisch, Fisch oder ähnlichem. Jedes Molekül dieser Giftstoffe kann eine Atemkette blockieren und damit unbrauchbar machen. Wir haben
zwar anfangs enorm viele derartige Atemketten. Aber mit der Zeit werden es immer weniger. Richtig aufmerksam werden wir meistens erst, wenn ca. 70% der Atemketten blockiert sind, also relativ spät. Dann ist meist eine schwere Krankheit „aus heiterem Himmel“ entstanden und wir wundern uns, dass sie nicht so einfach wieder verschwindet. Nehmen wir dann Medi-
kamente mit Nebenwirkungen, dann blockieren wir auf Dauer immer mehr unserer so wichtigen Atemketten und vermindern die zur Verfügung stehende Energie. Wir sollten also daran interessiert sein, unsere „Kraftwerke“ möglichst immer voll funktionsfähig zu halten. Denn sonst wird auch unsere Energie immer weniger, wir werden schwächer und unsere Leistungsfä-
higkeit nimmt ab. Wenn bei einer Frau vor einer Schwangerschaft schon ein Teil dieser Atemketten blockiert ist, dann erhält
auch das Kind bereits blockierte Atemketten. Es kann also bei der Geburt nicht „kerngesund“ sein, sondern hat dann bereits einige Schwächen, die sich später leichter in Krankheiten verwandeln können. Wir sprechen zwar oft von schlechten Genen. In Wirklichkeit sind es aber auch oft blockierte Atemketten in der Eizelle der Mutter, die dem Kind auf seinen Lebensweg mitgegeben werden. Lebt die Mutter vor und während der Schwangerschaft gesund, dann hat auch das Kind größere Chancen auf eine gesunde Entwicklung.

2. Unser Herz schlägt unaufhörlich, solange wir leben.

Wenn wir der Einfachheit halber mit einem Herzschlag pro Sekunde, also einer Herzfrequenz von 60/min rechnen, dann schlägt das Herz pro Tag ca. 84.000 mal, in einem Jahr ca. 31 Millionen mal, bei 80 Lebensjahren ca. 2,5 Milliarden mal (in Ziffern 2 500 000 000), ohne auszusetzen. Das ist eine unvorstellbare Zahl, die wir aber wie selbstverständlich hinnehmen. Wir wundern uns höchstens, wenn unser Herz plötzlich nicht mehr richtig mit macht. Es stolpert, wird arrhythmisch, bekommt eine Herzkranzgefäßverkalkung oder gar einen Herzinfarkt usw. Wir fragen aber nicht, warum unser Herz solche „Dummheiten“ macht. Wir glauben vielleicht, dass es von den Genen kommt, vom Stress oder vom Alter. Dabei ist das Herz natürlich, wie alle anderen Organe auch, abhängig von dem Betriebsstoff, den es bekommt.Allerdings können alle anderen Organe, außer der Lunge, Betriebspausen einlegen. Aber nicht unser Herz. Sollte es einmal vier Minuten oder länger aussetzen, dann sind wir im Allgemeinen schwerst hirngeschädigt oder tot. Über die Lunge atmen wir im Durchschnitt 8-14 mal in der Minute, das Herz schlägt aber 60 mal, ist also viel aktiver. Und welchen Betriebsstoff geben wir unserem Herzen? Alles, was uns schmeckt, gefällt oder was wir für wichtig halten, auch Medikamente mit starken Nebenwirkungen. Wir denken, dass unser Herz selbstver-
ständlich alles aushalten kann. Dabei haben wir nur ein einziges.
Stellen Sie sich doch einmal vor, Sie hätten einen Rolls Royce in der Garage, der 80 Jahre lang halten soll. Würden Sie den neben Benzin auch mit Cola, Limo, Bier, Fastfood, Zigaretten, Medikamenten usw. füttern? Nie. Sie würden ihn schön pflegen, ihm das beste Motorenöl und das beste Benzin gönnen und sehr pfleglich mit ihm umgehen. Aber unser Herz ist wertvoller als der Rolls Royce, denn wir können uns kein neues kaufen. Und ohne unser Herz sind wir tot (aber nicht ohne Rolls Royce). Wir sollten daran denken, wie wertvoll es ist, wie viel es in unserem Leben leisten muss und dass es neben dem Körperorgan wohl auch der Sitz unserer Seele ist. Wir sind alle sehr leichtsinnig in dieser Hinsicht.

3. Unser Dünndarm ist ein merkwürdiges Organ.

Er hat eine Oberfläche von 200 bis 3000 Quadratmeter, je nach Schätzung. Er gehört uns ganz allein. Überlegen Sie mal: Sie bewohnen eine Wohnung mit 200 bis 3000 Quadratmetern ganz allein. Unfassbar. Aber jeder von uns hat einen Dünndarm von dieser Größe. Was machen wir damit? Wir werfen alles hinein, egal ob es gesund oder ungesund ist. Hauptsache, es schmeckt und wir fühlen uns einigermaßen wohl dabei. Wir wissen gar nicht, ob es für ihn gut oder schädlich ist. Es interessiert uns auch nicht. Wir sind ja die Chefs von unserem Körper und machen das, was uns gefällt. Würden Sie das mit einer Wohnung, die Sie allein bewohnen, auch so machen? Wie ein Chaot? Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Sie würden sicher Ordnung halten, damit Sie sich in Ihrer Wohnung auch wohlfühlen können. Denn ohne Ordnung schafft man sich sehr viele Probleme selbst.
Der Dünndarm ist ein sehr merkwürdiges Organ. Er ist unheimlich gutmütig. Er erkrankt sehr selten und fast nie an Krebs. Es gibt im Prinzip nur eine Krankheit, mit der er gelegentlich, bei zu vielen Fehlern seines Besitzers, krank wird, nämlich mit „Morbus Crohn“, der aber nur im allerletzten Dünndarmteil beim Übergang zum Dickdarm auftritt. Der Dünndarm kann fast
überhaupt nicht diagnostisch untersucht werden. Deswegen wissen die Ärzte meist nur wenig über ihn. Und dabei ist er bei fast allen Menschen in der Hochzivilisation, also Europäern, Nordamerikanern, Australiern usw. gestört. Er ist, nach Ansicht des Arztes Dr. Franz Xaver Mayr, der die Mayrkur entwickelt hat, das Organ, in dem fast alle Krankheiten ihren Anfang haben. Ich habe das in meinem zuvor genannten Buch „Naturheilkunde für Jeden“ ausführlich dargestellt. Ein Arzt, der in der Lage ist, den Dünndarm in Ordnung zu bringen, heilt einen großen Teil aller Krankheiten aus, ohne Medikamente, ohne Operation, ohne
Risiko, nur mit natürlichen Maßnahmen, Geduld, Zeit und Umstellung der Lebensweise. Wenn der Dünndarm in Ordnung ist, dann ist der Mensch fast immer gesund. Ist ein Mensch krank, dann ist fast immer der Dünndarm die Haupt- oder eine der Hauptursachen. Das ist alles nachgewiesen. Aber es ist unbequem, den Dünndarm gesund zu erhalten. Denn dann muss man
über seine Lebensweise nachdenken. Nebenbei werden ca. 80 Prozent unserer körpereigenen Abwehrzellen im Dünndarm gebildet. Er ist also die Hauptstütze unseres Immunsystems. Wenn wir Grippe, Husten, Schnupfen haben, dann müsste als
erstes unser Dünndarm behandelt werden. Haben Sie das schon gewusst? Vermutlich nicht. Aber da sind Sie in guter Gesellschaft. Ihr Hausarzt oder Ihr Internist weiß es vermutlich auch nicht. Gärung und Fäulnis sind die Hauptsünden, die wir
selbst mit der Missachtung unseres Dünndarms produzieren. Wir erzeugen damit Giftbrauereien und Abfallgruben in unserem körperlichen Mittelpunkt und damit „versauen“ wir uns unsere Gesundheit.

4. Wie sieht es mit unseren Genen aus?

Hier stütze ich mich hauptsächlich auf das Buch „Intelligente Zellen“ des bekannten Neurowissenschaftlers Bruce Lipton. Er beschreibt, dass der primitive mikroskopisch kleine Fadenwurm einen Körper aus exakt 969 Zellen und ein einfaches Gehirn aus ungefähr 302 Zellen besitzt. In der Zelle des Fadenwurmes sind ca. 24 000 Gene gespeichert. Der menschliche Körper hat dagegen ca. 50 Billionen Zellen (in Zahlen 50 000 000 000 000) und trotzdem nur ca. 1500 Gene mehr als der Fadenwurm. Wir
könnten theoretisch sagen, dass der Mensch nicht viel mehr zu bieten hat als der Wurm. Eine Maus hat etwa gleichviel Gene wie der Mensch. Trotzdem möchten wir uns wir uns ungern auf eine Stufe mit der Maus stellen. Wo liegt nun der wesentliche  Unterschied zwischen Wurm bzw. Maus und dem Menschen? Nicht in der Zahl der Gene, sondern in ihrem Gebrauch. Fast alle
Gene, ca. 98 Prozent, können durch Umweltfaktoren, Gedanken, Lebenserfahrungen verändert werden, im positiven wie im negativen Sinn. Sie werden dabei auch an- oder abgeschaltet, sind also längst nicht immer aktiv. Besonders die Tatsache, dass sie durch unser Denken beeinflusst werden können, ist für unsere Gesundheit oder Krankheit hochinteressant. Denke ich positiv, sodass mich negative Gedanken nur wenig beeinflussen können, dann reagieren auch meine Gene positiv und ich bin dadurch vermutlich wesentlich gesünder und leistungsfähiger als ein negativ denkender Mensch. Wir haben damit einen entscheidenden Schlüssel für unser Wohlergehen in der eigenen Hand. Deswegen wirkt sich auch die Freiheit des Denkens in der westlichen Welt so positiv auf die gesamte Welt aus, weil sich auch die meisten Menschen in den durch Diktatur, starre Herrschaftsstrukturen, religiöse Zwänge eingeengten Ländern nach einer derartigen Freiheit des Geistes sehnen. Denn damit ist auch eine wesentlich bessere körperliche und seelische Entwicklung möglich. Dass die herrschenden Eliten in diesen Ländern eine Abgabe ihrer Macht fürchten und dass auch in den westlichen Ländern sehr vieles verbesserungsbedürftig ist, ändert nichts an den Möglichkeiten, mit einem freien Geist seine eigenen Gene außerordentlich positiv beeinflussen zu können. Wir sind also in Wirklichkeit gar nicht so sehr abhängig von unseren Genen. Sondern die Gene sind vielmehr abhängig von uns, unserem Denken, Verhalten und von unserer Umwelt.

5. Das Gehirn des Menschen ist das zweitgrößte aller Lebewesen auf der Erde.

Nur der Delphin hat ein größeres Gehirn, der Elefant dagegen ein kleineres. Wichtig ist dabei aber nicht nur die Größe, sondern vor allem die Schaltmöglichkeiten zwischen den Zellen, d.h. in welcher Menge sie miteinander in Verbindung treten können. Gemäß dem Buch „Heilung – das Wunder in uns“ von Clemens Kuby, einem Dokumentarfilmer mit sehr großem Wissen auf dem Gebiet der Gehirnforschung, hat das menschliche Gehirn ca. 10 hoch 84 Schaltmöglichkeiten (das ist eine 1 mit 84
Nullen dahinter). Diese Zahl soll etwa der Menge der Elementarteilchen im gesamten Weltall entsprechen. Allein schon die Vorstellung solcher Zahlengrößen übersteigt unser Denkvermögen. Es zeigt andererseits aber auch die unglaublichen Möglichkeiten, die anscheinend im menschlichen Gehirn vorhanden sind und kaum genutzt werden. Nach unterschiedlichen Angaben nutzen wir nämlich höchstens neun Prozent unserer Gehirn-Möglichkeiten, also relativ wenig. Wir lassen uns überwiegend von unserer Vernunft leiten, von unserem bewussten Denken. Das Leben wird der Logik untergeordnet. Es herrschen vor allem Regeln, Gesetze, Gebote und Verbote. Ein großer Teil unseres Gehirns hängt aber mit dem Unterbewusstsein zusammen. Dort sind unsere Gefühle und damit auch unsere Seele gespeichert. Die Seele lässt sich durch
unsere Logik und die damit verbundenen Einschränkungen nicht auf Dauer bändigen. Sie reagiert mit Gefühlsausbrüchen, Ängsten, Aggressionen und anderen negativen Gefühlen. Wenn aber positive Gefühle vorhanden sind wie Glück, Freude, Frieden, dann fühlt sich nicht nur unsere Seele wohl, sondern auch wir als Menschen. Positive Gefühle sind die Grundlage unse-
rer Gesundheit. Das erklärt auch die Ergebnisse von Gebetsheilung, Geistheilung, Fernheilung, Telepathie usw., die von
vielen Menschen angewandt, die aber in unserer westlichen Welt oft als Scharlatanerie und Aberglauben abgelehnt werden. Die Schaltmöglichkeiten in unserem Gehirn sind anscheinend unendlich und sie werden nur zu einem geringen Teil genutzt. Einige Menschen sind da schon etwas weiter als die Masse. Sie treten dann als Geistheiler auf, glauben an die reale Macht von Gebeten oder können auf telepathischem Weg miteinander kommunizieren (z.B. glaubhaft beschrieben von Marlo Morgan in ihrem Buch „Traumfänger“). Trotz vieler offizieller Widerstände suchen immer mehr Menschen in den westlichen Ländern derartige Erfahrungen. Sie reisen nach Indien in sog. Ashrams, auf die Philippinen oder nach Süd-Amerika zu Geistheilern oder Schamanen und vertrauen damit Kräften, die überirdisch genannt werden. Dabei liegen sie in uns selbst, sie sind nur den meisten Menschen verborgen, weil die wenigsten an diese eigenen Fähigkeiten glauben und sie deswegen auch nicht benutzen können. Jeder Mensch hat unglaubliche Möglichkeiten, die weit über das, was er bisher nutzt, hinausgehen. Wenn wir uns intensiv mit diesen Fragen beschäftigen, dann können wir erkennen, welche goldene Zukunft noch in uns selbst schlummert. Wir müssen sie allerdings auch selbst entdecken, jeder für sich. Mit Geld können wir uns die Erweiterung unseres Bewusstseins und die Nutzung unserer Gehirnschaltungen nicht erkaufen.

6. Jetzt will ich nur noch eine Zahlenfolge loswerden, die sowohl interessant als auch für uns alle sehr wichtig ist. In jeder Körperzelle erfolgen, nach Angaben der Wissenschaftler, pro Sekunde ca. 100 000 chemische oder physikalische Reaktionen.Wir haben ca. 50 mal 10 hoch 13 Köperzellen (ca. 50 000 000 000 000).Allein schon die Zahl der Körperzellen ist unvorstellbar. Und in jeder Zelle gibt es pro Sekunde diese irrsinnig große Zahl von Reaktionen. Für jede dieser Reaktionen müssen die richtigen Mikronährstoffe zur rechten Zeit, in der richtigen Menge, in der richtigen Wie kann so etwas funktionieren? Wunder über Wunder. Im Umkehrschluss müssen wir ganz demütig werden und uns fragen, wie oft wir gegen die natürliche Ordnung verstoßen, die dieses großartige System aufrechterhält. Wie viele Fehler können wir uns leisten? Was ist richtig und was ist falsch? In meinen diversen Büchern bin ich immer wieder der Frage nachgegangen, was wir alles machen müssen, um gesund zu bleiben. Ich will das hier nicht im Detail wiederholen. Nur so viel ist sicher: Mit einem „weiter so“ oder einem „es is noch immer jutjejange“ werden wir auf Dauer unsere Gesundheit nicht erhalten können. Wir würden zwar sicherlich einen Rolls Royce pflegen; aber unsere eigene Gesundheit liegt uns längst nicht so sehr am Herzen. Sie ist für die meisten eine Selbstverständlichkeit. Und wenn wir mal krank werden, dann sind wir ja glücklicherweise gut versichert. Wir haben fast alle die Möglichkeit, gesund bis ins hohe Alter zu bleiben. Dafür müssen wir aber einiges tun. Deshalb wollte ich einige Denkanstöße geben und ich hoffe, es ist mir gelungen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie gerne bei:
Schlosspark-Klinik Dr. von Rosen
Fachklinik für naturgemäße Ganzheitsmedizin
Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen
Fritz-Stamer-Str. 11 • 36129 Gersfeld
Tel. 06654 160 • Fax 06654 16 63
info@schloss-klinik.de • www.schloss-klinik.de

Divertikulitis

Wer diese Krankheit noch nicht hat – der wird sie wohl noch bekommen.

Worum handelt es sich? Es geht um die Allerweltskrankheit Divertikulose oder als Entzündung auch Divertikulitis. Sie ist vermutlich fast so häufig wie Haarausfall und tritt mit zunehmendem Alter immer häufiger auf. Nur wenige bleiben verschont. Sie ist zwar meist nicht lebensgefährlich, hat jedoch schon manchen sein Leben gekostet. Allerdings retten sich heute viele durch eine Operation, bei der ein Teil des Dickdarms entfernt wird. Das mindert zwar oft etwas die Lebensqualität, ist aber bei vernünftiger Lebensführung ein erträglicher Zustand.

Mehr Informationen zum Thema und den kompletten Fachartikel erhalten Sie hier  ( Divertikulitis_Wer-diese-Krankheit-noch-nicht-hat.pdf )

Naturheilkunde und Schulmedizinmiteinander oder gegeneinander?

.„…sie konnten zueinander nicht kommen, dasWasser war viel zu tief…“. Dieser Vers aus dem bekannten Lied über die zwei Königs-kinder beschreibt deutlich die derzeitige Situation. Dabei hat der frühere Dekan der medizinischen Fakultät Jena vor einigen Jahren öffentlich erklärt, dass Naturheilkunde und Schulmedizin Zwillinge wären, also engstens miteinander verwandt, ähnlich und fast untrennbar, wie zwei Seiten einer Medaille.Und trotzdem gibt es Rivalitäten,Abneigung, KämpfezumTeilumdie nackte Existenz (viele Firmen mit Naturheilmitteln mussten schließen) und Verleumdung.

Dabei sind die Fronten eindeutig zu definieren. Weitaus die meisten Menschen möchten schulmedizinisch behandelt werden. Sie lassen sich impfen, sie schlucken Medikamente, lassen sich operieren und bevorzugen Gesundheitsleistungen der Schulmedizin. Die meisten Menschen schätzen das derzeitige medizinische System, in das sie ihre Krankenkassenbeiträge einzahlen und dafür ohne zusätzliche Kosten eine meist ausreichende Behandlung ihrer Beschwerden erhalten. So kann man von einer ausgesprochenen Zufriedenheit der Bevölkerung mit unserem derzeitigen medizinischen System ausgehen. Nur einige wenige Prozent dieser Bevölkerung sind gelegentlich mit diesem System unzufrieden.

Patient Nr. 1: Vor einigen Wochen hat sich ein junger Mann einen großen Holzsplitter in die linke Hand eingezogen. Dieser wurde operativ entfernt. Aber nach kurzer Zeit trat eine Phlegmone der Innenhand auf (bakterielle Entzündung des Muskel- und Binde-gewebes), die hochgefährlich und als lokale Blutvergiftung aufzufassen ist. Meistens ist sie auf Streptokokken zurückzuführen. In diesem Falle war trotz hochdosierter Antibiotika und drei Nachoperationen keine Besserung eingetreten. Die Hand war stark ge-schwollen, nur wenig beweglich und der Patient hatte erhebliche Schmerzen. Die Ärzte standen vor einem Rätsel und wusste keine weitere Alternative mehr.

Wir fanden bei dem jungen Mann eine erhebliche Belastung des Schlafplatzes durch Wasseradern sowie eine deutliche Nahrungsmit-telallergie. Wir führten zweimal eine Blutegeltherapie durch, veranlassten den Patienten, seinen Schlafplatz zu wechseln und seine Ernährung entsprechend dem Allergietest zu ändern. Nach zwei Wochen bereits war die Störung behoben und das vorher therapie-resistente Problem gelöst.

Patient Nr.2: Ein 50-jähriger Handwerker kam mit Schulterschmerzen in unsere Therapie. Er schlug sich schon seit einigen Jahren mit diesem Problem herum und hatte bereits mehrere Orthopäden konsultiert. Dementsprechend hatte er auch eine Menge Unter-suchungen und Behandlungen über sich ergehen lassen. Zuletzt hatte man ihm zu einer künstlichen Schulter (sog. Endoprothese) geraten, weil er vor Schmerzen seinen Arm kaum noch bewegen und deswegen auch nur noch ganz schlecht arbeiten und auch schlafen konnte. Er wollte nur noch einen „letzten Versuch“ starten, um einem derartigen gravierenden Eingriff zu entgehen. Dabei war er äußerst skeptisch, ob die „Globuli“ ihm bei seinem schweren Leiden überhaupt helfen könnten (er verwechselte nämlich Natur-heilkunde mit homöopathischer Therapie).Wir setzen einmal Blutegel an und konnten seine Schmerzen um ca. 60 Prozent redu-zieren.

Dadurch konnte er wieder viel besser schlafen und war nun von dieser Therapieart überzeugt. Die Blutegeltherapie wurde noch mehr-fach wiederholt und der Patient gleichzeitig zu einer  Gesamtbehandlung mit Allergietherapie, Fußreflexzonentherapie und Nahrungs-umstellung „gezwungen“. Zwar ist die Störung noch nicht völlig ausgeheilt, weil ein bodenständiger Handwerker natürlich nicht so ohne weiteres seinen Lebensstil umstellen kann. Aber von einer Operation oder gar von einer Prothese ist seit langem keine Rede mehr.

Was verhindert nun eine Zusammenarbeit von Schulmedizin und Naturheilkunde? Denn wie auch in diesen beiden Beispielen sichtbar wäre eine Kombination beider Medizinrichtungen für die Patienten von großem Vorteil und häufig für die Versichertengemeinschaft wesentlich preiswerter   Die Krankenkassen verwalten nur die Gelder. Die Kassenfunktionäre sind an der Gesundheit des einzelnen Patienten überhaupt nicht interessiert). Der wesentliche Unterschied liegt in einer völlig andersartigen Denkweise.

Der Schulmediziner sieht die Beschwerden: die Schulter, die Hand, den Bluthochdruck, den Diabetes usw. Sein Blick ist auf das kon-krete Problem ausgerichtet. Das ist die Stelle, die dem Patienten weh tut, und weswegen er überhaupt zu der Behandlung kommt. Deswegen ist er vor allem an der schnellstmöglichen Beseitigung dieser Beschwerden interessiert. Die Ursache kann eine Grippe sein, eine Migräne, ein Unfall, ein Heuschnupfen und vieles andere mehr. In der Schulmedizin existieren ca. 40.000 Krankheiten, die diagnostiziert und behandelt werden können. Und es gibt überragende Ergebnisse, wie wir sie immer wieder beobachten können. Der Nachbar kann mit der neuen Hüfte jetzt wieder beschwerdefrei gehen. Ein anderer nach der Operation eines grauen Stars wieder gut sehen, der Diabetes ist gut eingestellt, der Blutdruck wieder im normalen Bereich usw. usw.

  • Bei einer derartigen Erfolgsserie kann man kaum über gelegentliche Mängel ernsthaft diskutieren. Und trotzdem gibt es diese, nicht nur gelegentlich, sondern millionenfach.
  • Unser Medizin-System wird immer teurer. Trotzdem wird die Gesundheit der Patienten nicht besser. Gesunde 50-jährige sind selten. Fast alle haben in dem Alter schon Störungen, auch wenn sie noch nicht ernsthaft erkrankt sind.
  • Die Zahl der Übergewichtigen nimmt ständig zu. Das betrifft vor allem auch Kinder, die z.T. mit zehn Jahren schon ausge-prägte Kalkablagerungen in den Blutgefäßen haben. Altersdiabetes oder Herzinfarkte in der frühen Jugend sind deutlich häufiger geworden.
  • Die Zahl der Krebskranken wächst pro Jahr um über 60.000. Dabei sterben heute noch über 40 Prozent der Krebskranken an ihrer Erkrankung, oft unter unmenschlichen Qualen. Die Heilungsmöglichkeiten bei diesem schrecklichen Krankheitsbild sind dagegen in den letzten Jahren nur geringgradig gestiegen. Dabei ist bekannt, dass nur maximal fünf Prozent der Krebs-patienten durch Chemotherapie geheilt werden können. Trotzdem wird fast allen, z.T. unter Drohungen, zu einer derartigen Therapie geraten.
  • Die Zahl der Kinder mit insulinpflichtigem Diabetes Typ I nimmt ständig zu, jährlich um drei bis vier Prozent. Die Zahl der autistischen Kinder steigt, die Zahl der Dementen, der Parkinsonkranken, der MS-Kranken, der Alzheimer-Patienten usw. usw. Die Liste ließe sich noch lange fortführen. Und eine Besserung ist nicht in Sicht.

Aber vor einer Frage nach den Ursachen dieser Entwicklung und nach ernsthaften Verbesserungen des Gesundheitssystems ver-schließen die meisten Menschen ihre Augen, nicht nur die Ärzte, die Kassenfunktionäre, die Politiker, die Vertreter der Pharmain-dustrie. Sondern vor allem die Patienten selbst. Es lebt sich doch so schön mit einem künstlichen Knie, mit einem Stent im Herz-kranzgefäß, mit den vielen Tabletten gegen Bluthochdruck, Diabetes, Rheumaschmerzen, Depressionen u.a. Wir können doch damit zufrieden sein. Denn wir leben mit der Schulmedizin relativ beschwerdefrei. Nur gesund sind wir nicht mehr im strengen Wortsinn, sondern nur noch beschwerdeärmer. Wir haben uns mit unseren Beschwerden abgefunden, denken an das zunehmende Alter, an unsere Gene und sind im Allgemeinen zufrieden. Unser Ehrgeiz, gesund alt zu werden, hat nachgelassen. Wir haben Kompromisse geschlossen mit unserer nachlassenden Gesundheit und finden uns damit ab.

Was soll dann die Naturheilkunde noch Besonderes bringen?

Diese Frage ist nur für die wenigen Prozent der Bevölkerung interessant, die sich mit ihrer immer weiter abnehmenden Gesundheit eben nicht abfinden wollen. Allmählich werden es immer mehr. Diese Menschen such en einen neuen Weg. Meist haben sie schon von ganzen Gruppen gehört oder gelesen, die im hohen Alter von über 90 oder 100 Jahren noch weitgehend gesund und leistungs-fähig waren. In meinem Buch „Naturheilkunde für Jeden“, Verlag Via Nova, 2010, habe ich eine ganze Reihe derartiger Veröffent-lichungen zitiert. Es gibt also ganze Menschengruppen, zum Teil Völker (z.B. Hunza, Kaukasier, Indianer), bei denen diese unglaub-liche Gesundheit beobachtet wurde.

Also muss es wohl auch für den modernen Menschen einen Weg geben, gesund und völlig frei von allen Krankheiten zu sein.

Mit mehr oder weniger Einsatz, mit viel Skepsis, aber oft auch sehr viel Hoffnung machen sich diese Menschen auf den Weg zu einer anderen Medizin. So landen sie bei der Naturheilkunde. Gelegentlich werden sie enttäuscht, weil ihnen auch dort nicht geholfen wurde. Dazu mussten sie die Diagnostik und die Therapie auch noch selbst bezahlen. Dann wenden sie sich wieder der Schulmedizin mit ihren häufigen Nebenwirkungen zu und nehmen die damit verbundenen Nebenwirkungen in Kauf. Sie haben sich mit ihrem Schicksal als nur noch Teilgesunde abgefunden.

Andere haben mehr Glück. Sie landen bei einem Arzt oder Heilpraktiker, evtl. auch einem Geistheiler, der sein „Handwerk“ versteht und wirklich helfen kann. Das ist nämlich gar nicht einfach. Denn es gibt fundamentale Unterschiede in der schulmedizinischen und der naturheilkundlichen Auffassung von Krankheiten und ihrer Entstehung. Der Schulmediziner sieht im Vordergrund das jeweilige Be-schwerdebild, wie oben bereits beschrieben. Die Person, die zu diesem Beschwerdebild gehört, ist erst in zweiter Linie interessant. Die Beschwerden oder Krankheiten werden „bekämpft“ mit allen der modernen Medizin zur Verfügung stehenden Mitteln, auch unter Inkaufnahme von zum Teil erheblichen Nebenwirkungen. Der Kampf ist gewonnen, wenn es dem Patienten zumindest vorüber-gehend besser geht.

Der gute Naturheilkundler dagegen sieht zuerst die kranke Person, die Persönlichkeit, bei der aufgrund der individuellen Anlagen und der Lebensweise eine Krankheit aufgetreten ist. Er sucht nach den Schwächen in den Anlagen (Vererbung und sog. Disposition) und den Fehlern in der Lebensführung, die dann zu einer ganz individuellen Krankheit, die in dieser Form nur bei dieser einen Person aufgetreten ist, geführt haben. Da liegen die fundamentalen Unterschiede in der Auffassung der Krankheitsentstehung.

Dementsprechend ist auch die Therapie völlig anders Natürlich sieht er auch, dass der Patient leidet und oft akute Hilfe sucht. Die versucht er ihm auch zu geben mit „Globuli“ (also Homöopathie), mit Akupunktur, Neuraltherapie, Blutegeln und vielen anderen Methoden, soweit der Therapeut sie beherrscht.

Aber immer unter dem uralten Ärztemotto: „Nihil ne nocere“ (auf deutsch: auf keinen Fall schaden). Er versucht also immer, schäd-liche Nebenwirkungen zu vermeiden. Er bekämpft die Krankheit nicht, sondern versteht sie als eine Entwicklung, die durch schwache Anlagen, evtl. Gewaltschäden sowie Fehler in der Lebensführung allmählich entstanden ist. Seine Therapie ist meist sanft und trotz-dem oft erstaunlich schnell und intensiv wirksam. Leider muss der Patient meist alles selbst zahlen, vor allem, seit im Jahre 2003 die unglückselige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt in Zusammenarbeit mit dem derzeitigen bayrischen Ministerpräsidenten Seehofer die Kassenerstattung von Naturheilmitteln weitgehend unterbunden hat. Es war die Entscheidung einer „großen Koalition“, auch wenn damals die Grünen an der Macht waren. Aber die wollten diese schwerwiegende Fehlentscheidung auch nicht verhindern. So wird Denken und Handeln in der Naturheilkunde von allen politischen Parteien ignoriert und zum Teil sogar bekämpft, genauso wie von der Schulmedizin.

Wie geht der naturheilkundliche Therapeut vor, nachdem er dem Patienten im Bedarfsfall die schlimmsten Beschwerden genommen hat. Dies habe ich in meinem bereits vorher genannten Buch „Naturheilkunde für Jeden“ ausführlich beschrieben. Er sorgt dafür, dass der Patient seinen gesamten Lebensstil möglichst optimiert: den Schlafplatz, die Ernährung, die Bewegung, den Stressabbau, die psychischen Belastungen. Er vermindert Schwächen im Bereich der Verdauung, stärkt die Entgiftung, verbessert z.B. den Säure-Basen-Haushalt, achtet auf kalte Füße, ein kaltes Gesäß oder einen kalten Bauch, beseitigt sog. „Segmentstörungen“ und vieles andere mehr, je nach seinen Kenntnissen. Sogar die moderne Quantenlehre hat in der Naturheilkunde schon längst Eingang ge-funden, während die Schulmedizin immer noch beim „Kampf“ wie vor 100 Jahren ist.

Der „Graben“ ist tief zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde und ein Überbrücken des Grabens noch lange nicht in Sicht. Dabei merken viele Schulmediziner inzwischen, dass es so nicht weitergehen kann. Viele Menschen schlucken bis zu zehn verschiedene Medikamente täglich; sie haben oft diverse Operationen hinter sich; das Siechtum ist für sehr viele deutlich sichtbar; die Kosten steigen und steigen und die Zahl der Kranken ebenfalls. Und das ist noch lange nicht das Ende. Die Prognosen der sog. Zukunfts-experten sind zum Teil schrecklich.

Aber wir von der Naturheilkunde werden diesen Graben nicht überbrücken, denn wir haben ihn nicht aufgerissen. Wir werden aber allen helfen, die ihn zuschütten wollen. Das dauert noch viele Jahrzehnte, vermutlich mehr als 100 Jahre. Aber es führt kein Weg daran vorbei, wenn die Menschen nicht im Gesundheitschaos enden wollen. Irgendwann muss die Vernunft siegen über die Be-quemlichkeit, die Gedankenlosigkeit und den Kampf.

Naturheilkunde bedeutet: zurück zur Harmonie; mit sanfter Hand Fehler korrigieren; grobe Eingriffe nur durchführen, um Gefahren abzuwenden; die Eigen-Abwehrkräfte stärken; die Eigenverantwortung stärken; Körper, Geist und Seele die beste Entwicklungsmög-lichkeit zugestehen; dem Menschen mit Liebe begegnen  und ihm helfen, seine Fehler selbst zu sehen und zu beseitigen; usw. usw. Zu diesem Thema sind schon viele Bücher erschienen und vermutlich werden noch mehr dazu geschrieben werden.

Beide „Zwillinge“ in dieser Medizin haben ihre Daseinsberechtigung. Keine darf die andere dominieren und keine sich unter Druck gesetzt fühlen. Beide sind gleichberechtigt. Auf einer Medaille sieht man immer nur eine Seite. Um die andere Seite auch zu sehen, muss man die andere Seite sehen wollen. Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Zwei Gegensätze, die erst das Ganze ausmachen wie Yin und Yang, Mann und Frau, Tag und Nacht, warm und kalt usw. Aus diesen zwei Teilen entsteht das neue Dritte, wie ein neues Kind aus Mann und Frau. So hoffe ich auch auf eine neue Medizin durch die Verbindung von altem und neuem Wissen, von Natur-heilkunde und moderner Schulmedizin. Aber das kann nur stattfinden bei gegenseitigem Respekt und der Anerkennung der Gleich-wertigkeit, wie bei einer Medaille (ist die Zahl etwa mehr wert als der Adler?). An dieser Zukunftsvision sollten wir alle ständig arbeiten. Dann wird es allmählich auch im Gesundheitswesen besser werden.

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Impfschutz, Impfzwang, Impfhysterie

Im Juli 2013, zu Beginn des sog „politischen Sommerlochs“, wurde durch den FDP („Freie“ Deutsche Partei) Gesundheitsminister Bahr eine Masernzwangsimpfung ins Gespräch gebracht. Als Begründung diente das Auftreten von über 1.000 Masernerkrankungen im Jahre 2012 in Deutschland (ca. 82 Millionen Einwohner). Die Erkrankungsrate in Deutschland lag also bei ca. 0,0015%. Erst wenn man diese Zahl ins Verhältnis setzt zu dem Medienrummel, den teilweise wütenden Stellungnahmen von Impfbefürwortern und Impfskeptikern, dann sieht man, dass eine Überreaktion unserer Medien-Apokalyptiker mit ihren Untergangsszenarien stattgefunden
hat (wie bei Klimaerwärmung, Schweinegrippe, BSE u.a.).

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Die Eiweissfrage

Über die Ernährung kann man sich lange und kompromisslos streiten. Man wird aber nicht an Tatsachen zweifeln dürfen, die bewie-sen sind.

1) Die Menschen auf der japanischen Inseln Okinawa leben weltweit am längsten. Es gibt dort prozentual weit mehr Hundertjährige als in irgendeinem anderen Teil der Welt. Die Frage der dortigen Ernährung wurde schon häufig untersucht. Die Menschen leben von Reis, viel Obst und Gemüse und Fisch. Sie hören auf zu essen, wenn ihr Magen zu ca. 80 Prozent gefüllt ist. Schon die Kinder werden in dieser Essweise erzogen.

2) In der Hochzivilisation (Westeuropa, USA, Kanada, Australien und einige andere Länder) gibt es eine gleichartige Entwicklung der Krankheitshäufigkeit. Die größte Sterblichkeit wird durch Herzinfarkt, Schlaganfall und Störungen des Herz-Kreislauf-Systems verur-sacht. Dabei spielt die Eiweißernährung anscheinend eine überragende Rolle. Zusätzlich steigt die Häufigkeit der Krebserkrankung und auch der Krebssterberate kontinuierlich in großen Schritten an. Das hat in dieser Form nichts mit der sog. Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es den Alterspyramide zu tun.

3) Gemäß den Unterlagen des statistischen Bundesamtes lag 1948 die Zahl der Herzinfarkte in den damaligen Westzonen, der spä-teren Bundesrepublik, bei ca. 2.000 pro Jahr. Im Jahre 1970 lag diese Zahl bei etwa gleicher Bevölkerungszahl bei ca. 140.000, war also innerhalb von 22 Jahren um unglaubliche 7.000 Prozent gestiegen. Dabei betrug damals die Todesrate ca. 35 Prozent. Inzwi-schen ist die Herzinfarktrate in der neuen Bundesrepublik mit nunmehr 80 Millionen Einwohnern auf 370.000 pro Jahr gestiegen. Die Todesrate liegt bei ca. 25 Prozent, also insgesamt über 90.000. Wesentliche Unterschiede in der Lebensführung zwischen den Jahren 1948 und 1970 liegen in der Art der Ernährung, der Bewegung, der Menge des Nikotins und des Alkohols.

4) Die Zahl der Diabetiker steigt schnell und unaufhörlich. In Hessen hat die Zahl der Diabetiker vom Jahre 2000 bis zum Jahre 2010 um 49 Prozent zugenommen. Es wird damit gerechnet, dass diese Steigerung bis zum Jahre 2020 in gleicher Weise zunehmen wird. Dann wird ca. ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung zuckerkrank sein. Die Ursachen sind zwar bekannt. Ein Ende dieser Entwick-lung ist allerdings nicht in Sicht.

5) Der Mensch braucht ca. 25-35 Gramm Eiweiß zur täglichen Zellerneuerung. Sportler oder körperlich Arbeitende brauchen eventuell mehr, je nach Umfang der Tätigkeit.

6) Eiweiß wird aus Aminosäuren aufgebaut. Es gibt acht sogenannte essentielle Aminosäuren, die der Körper jeden Tag benötigt und die mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Hat der Mensch genügend dieser essentiellen Aminosäuren zur Verfügung, dann ist er in der Lage, sämtliches Körpereiweiß aus diesen Stoffen selbst aufzubauen. Das ist eine phantastische Leistung und sollte für uns alle der Hinweis sein, dass wir diese acht Aminosäuren jeden Tag in ausreichender Menge brauchen.

Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es den Begriff der Eiweißspeicherkrankheit, geprägt von Prof. Lothar Wendt, früher Leipzig, später Frankfurt/ Main. Prof. Wendt konnte mit elektronenmikroskopischen Aufnahmen nachweisen, dass der Körper Eiweiß bis zu einer Menge von ca. zwei Kilogramm speichern kann. Diese Ergebnisse werden bis heute in der sog. Wissenschaft, also haupt-sächlich den Universitäten, ignoriert, auf Deutsch geleugnet. Nach Prof. Wendt wird Nahrungseiweiß aus dem Darm z.T. im Blut in den roten Blutkörperchen transportiert. Diese werden dadurch zu dick, können keinen Sauerstoff mehr transportieren und können sich auch nicht mehr durch die engen Blutkapillaren schlängeln, weil sie zu dick durch den Eiweißtransport sind. Damit sie aber ihre Hauptfunktion, den Sauerstofftransport wieder erfüllen können, müssen sie das Eiweiß wieder loswerden. Das geschieht auch und die Blutkörper chen geben das Eiweiß an die Innenwand der Blutgefäße, die sog. Intima, ab. Dort wird es zwischengelagert, bis es irgendwo im Körper zur Zellerneuerung gebraucht wird.

Wenn sich dieser Vorgang der Eiweißablagerung an die Innenwand der Blutgefäße ständig, bei der heutigen Ernährung täglich wie-derholt, dann verfestigt sich dieses Eiweiß in der Intima. Da wir in den Hochzivilisationsländern viel zu viel Eiweiß zu uns nehmen (wir essen ca. 100 Gramm, brauchen aber maximal nur etwa 35 Gramm), werden die Ablagerungen in der Intima immer mehr und können gar nicht mehr abgebaut werden. Die Ablagerung an der Innenwand führt aber auf Dauer zu einer Verminderung des inneren Durch-messers der Blutgefäße. Das Blutgefäß kann dann nicht mehr die gleiche Menge Blut durchlassen wie vorher. Das gleiche Prinzip haben wir mit der Ablagerung von Kesselstein in Wasserrohren. Diese verkalken mit der Zeit und können nicht mehr so viel Wasser durchströmen lassen wie vorher.

Da die Blutgefäße aber eine ganz wichtige Aufgabe haben, nämlich alle Körperorgane mit Sauerstoff und Nahrungsstoffen zu versor-gen, ist eine Minderung der Versorgung durch eine verdickte Intima ein Alarmsignal. Der Körper antwortet deshalb mit einem erhöh-ten Druck durch das Herz und wir haben damit die erste Stufe eines erhöhten Blutdrucks. Der sog. „essentielle Bluthochdruck“ hat also eine ganz einfache, logische Erklärung.

Leider wollen die Ärzte von dieser simplen Ursache nichts wissen, sehr zu ihrem eigenen Schaden und zu dem der Patienten. Denn der Bluthochdruck ist im Wesentlichen eine „Eiweißspeicherkrankheit“, so wie es Prof. Wendt bereits vor rund 40 Jahren dargestellt hat. Genauso hängt auch der Herzinfarkt, die Verengung der Herzkranzgefäße (die sog Koronar sklerose) und der normale Schlag-anfall mit dieser Eiweißspeicherung in die Intima der Blutgefäße zusammen. Vegetarier essen kein Fleisch, keine Wurst und oft auch keinen Fisch. Deswegen nehmen sie im Allgemeinen weniger Eiweiß zu sich als „Otto Normalverbraucher“. Es ist erwiesen, dass die Erkrankungsrate bei Vegetariern an den oben genannten Krankheiten deutlich geringer ist als in der übrigen Bevölkerung.

Nun gibt es nach den neuesten Forschungen des italienischen Mediziners Prof. Luca-Moretti eine völlig neue Erklärung sowohl der Eiweißspeicherkrankheiten als auch vieler Probleme bei Sportlern und bei Alterskrankheiten. Prof. Moretti hat in seinen jahrzehnte-langen Forschungen herausgefunden, dass von dem Eiweiß, das wir täglich essen, nur ein kleiner Teil für die Zellerneuerung ge-braucht werden kann, während der weitaus größere Teil über den Ammoniak- und den Glukosestoffwechsel abgebaut werden muss.

Ammoniak ist ein starkes Zellgift, das über die Leber entgiftet wird. Dabei entsteht Harnsäure, die über die Nieren ausgeschieden wird. Beide Hauptentgiftungsorgane werden also über die Eiweißentsorgung stark belastet und können auf Dauer diese Aufgabe nicht mehr bewältigen. Deswegen werden Leber- und Nierenleistung mit zunehmendem Alter immer weniger. Da die Entgiftungs-leistung nachlässt, können auch große Fleischportionen oder Alkohol nicht mehr so gut vertragen werden. Instinktiv hält sich darum der ältere Mensch bei Essen und Trinken zurück.

So haben diese Forschungen ergeben, dass von Fisch und Fleisch nur ca. 35 Prozent, von Milch- und Pflanzeneiweiß sogar nur 16 bis 17 Prozent vom Körper zum Zellaufbau verwandt werden kann. Der Rest, also 65 Prozent bei Fisch und Fleisch bzw. bei Milch- und Pflanzeneiweiß sogar 83 bis 84 Prozent, müssen von Leber und Niere über den Ammoniak- und den Glukosestoffwechsel entsorgt werden. Das erklärt logisch die Überlastung von Leber und Niere und vor allem auch den Anstieg der Diabeteserkrankung. Wir essen im Allgemeinen zu viel Eiweiß und verursachen damit einen ständigen Anstieg der Zucker- und damit auch der Insulinwerte.

Hohes Insulin fördert Entzündungsvorgänge im Körper. Krebs ist aber anscheinend eine Krankheit, die hauptsächlich durch eine chronische Entzündung ausgelöst wird. Wenn aufgrund hohen Eiweißkonsums der Zucker- und der Insulinspiegel ständig erhöht sind, dann ist auch die Entzündungsbereitschaft im Organismus ständig erhöht und die Krebserkrankung hat dadurch eine gute Grundlage. Vermutlich hängt also auch die Zunahme der Krebskrankheit mit dem hohen Eiweißverbrauch zusammen (neben einigen anderen wichtigen Faktoren).

Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die acht essentiellen Aminosäuren nur dann optimal wirksam werden, wenn sie auch in einem optimalen Verhältnis in der Nahrung enthalten sind. Mir ist aber bisher kein Nahrungsmittel außer der Muttermilch bekannt, das eine derartige auch nur annähernd optimale Zusammensetzung der essentiellen Aminosäuren aufweisen würde. Nur das Hühnerei erreicht mit 48 Prozent eine höhere Quote aufgrund des Eigelbs. Das Eiklar erreicht nämlich auch nur 22 Prozent, liegt also nur wenig über der Wertigkeit des Milcheiweißes. Auch die hoch gepriesene Molke schneidet nicht besser ab. Und nach Prof. Luca-Moretti liegt sämtliches Pflanzeneiweiß (auch Nüsse, Soja, Hülsenfrüchte, Vollkorneiweiß, Kartoffel u.a.) nur bei ca. 17 Prozent, also geringgradig über dem Milcheiweiß. Deswegen ist die Suche nach einem für den Menschen optimalen Eiweiß unbedingt erforderlich.

Prof. Luca-Moretti hat ein solches Präparat entwickelt. Es enthält die acht essentiellen Aminosäuren im optimalen Verhältnis, wird aus Hülsenfrüchten hergestellt und heißt „MAP®“ (Master-Aminoacids-Pattern). Dieses Präparat ist patentrechtlich geschützt und muss deshalb käuflich erworben werden. Niemand darf es z.Zt. aufgrund des Patentschutzes herstellen. Es hat einen Wirkungsgrad von 99 Prozent, hat also fast keine Belastungsfaktoren. Deswegen kann es vom Körper auch optimal verwertet werden. Nahrungs-mittel, die einen ähnlichen Wirkungsgrad haben, sind mir, wie bereits geschrieben, nicht bekannt.

Nur das Eigelb erreicht ca. 74 Prozent, liegt also deutlich höher als die übrigen tierischen Eiweiße, aber auch deutlich niedriger als MAP®.

Nun fragt man sich natürlich, wieso es Menschen gibt, die mit 100 Jahren noch relativ gesund sind. Diese bevorzugten Menschen arbeiten häufig noch viel Eiweißkörperlich und können dadurch die Abfallstoffe der normalen Eiweißernährung über die Muskelarbeit gut abbauen. Eventuell sind ihre Leber und Nieren in besonders gutem Zustand. Meist arbeiten sie auch an der frischen Luft, nehmen dadurch reichlich Sauerstoff und vor allem das wichtige Vitamin D, das Sonnenvitamin auf. Die meisten 100jährigen allerdings sind krank, siech und pflegebedürftig. Das ist sicher kein erstrebenswerter Zustand, um alt zu werden.

Durch die Forschungen von Prof. Luca-Moretti ist aber noch ein anderer, bisher kaum erklärbarer Zustand, in logischer Weise aufge-klärt worden, nämlich der Kräfteabbau mit zunehmendem Alter. Bisher geht man davon aus, dass es eine zwangsläufige Entwicklung sein muss, dass ein älterer Mensch üblicherweise schwächer als ein jüngerer ist. In dieser These steckt aber keine richtige Logik, sondern nur eine Vermutung, weil man keine vernünftige Erklärung gefunden hatte. Laut Prof. Luca-Moretti kommt aber der ältere Mensch zwangsläufig in einen ständigen Eiweißmangel, weil er die Mengen an tierischem Eiweiß, die er eigentlich zu sich nehmen muss, aufgrund von Leber- und Nierenschwäche gar nicht mehr vertragen kann. Raubtiere, die als Hauptnahrung fast nur tierisches Eiweiß zu sich nehmen, schlafen sehr lange, um dem Körper die Zeit und Ruhe zu geben, die giftigen Abfallprodukte (Ammoniak und Harnsäure) zu verarbeiten und auszuscheiden.

Ein Hund z.B. schläft ungefähr 20 Stunden am Tag. Auch riechen die Ausscheidungsprodukte von Raubtieren viel strenger als die von Pflanzenfressern, vermutlich weil sie viel mehr giftige Stoffe enthalten. Und Fleischfresser leben wesentlich kürzer als Pflanzen-fresser.

Von diesem ständigen Eiweißmangel sind Vegetarier und hier besonders die Veganer noch viel stärker betroffen. Unter meinen Patienten gibt es relativ viele Vegetarier. Ich höre immer wieder, dass sie sich bewusst gesund ernähren, kein Fleisch und keinen Fisch essen und trotzdem nicht gesünder werden. Sie können die Zusammenhänge nicht verstehen. Bisher habe ich diese Probleme immer auf die Verschlackung und auf die genetische Disposition, d.h. die Anlage bei der Geburt, geschoben.

Durch Prof. Luca-Morettis Forschungen ist aber klar, dass der ständige Eiweißmangel an dieser Entwicklung stark beteiligt ist. Denn alle Organe sind dadurch betroffen. Das Herz wird schwächer, die Haut faltig, welk und dünn. Das Immunsystem lässt nach, der alte Mensch wird anfälliger und ist durch akute Krankheiten wie Grippe oder Lungenentzündung mehr gefährdet. Die Muskeln verlieren ihre Kraft und Spannung und füllen die schlaffe Haut nicht mehr aus. Auch die Darmmuskulatur wird reduziert, sodass die Verdau-ungstätigkeit leidet und z.B. eine Verstopfung eintritt. Natürlich wird auch der Hormonhaushalt reduziert, das Gedächtnis wird schlechter, die Knochen werden brüchiger, der Gelenkknorpel und die Bandscheiben werden dünner und auch alle anderen Organe sind genauso von diesem Eiweißmangel betroffen.

Auch ich als Ausdauersportler habe das sehr deutlich gemerkt. Ich laufe zwar nach wie vor Marathon bis zu 72 km (Rennsteiglauf), aber mit welchen Zeiten. Vor einigen Jahren habe ich mitleidig gelächelt, wenn ich die müden Gestalten im Ziel kurz vor Zielschluss gesehen habe. Jetzt gehöre ich selbst dazu. Aber seitdem ich regelmäßig MAP® nehme, bessern sich auch meine sportlichen Leistungen allmählich. So hoffe ich, nach und nach die Muskulatur und auch die anderen nachlassenden Organe wieder aufbauen zu können. Da ein Sportler mehr Eiweiß benötigt als ein normaler Nichtsportler, macht sich bei ihm der Eiweißmangel umso stärker bemerkbar, zumal wenn er, wie ich seit fast 40 Jahren, vegetarisch lebt. Durch diese Lebensweise sind zwar meine Gefäße, mein Herz, meine Gelenkknorpel und meine Knochen in Ordnung geblieben. Der Eiweißmangel hat sich aber deswegen besonders deutlich gezeigt, hauptsächlich in der Skelettmuskulatur. Durch eine spezielle Messung, BIA=Body-Impedanz-Analyse, ließ sich die Zunahme der Zellmasse, vor allem Muskulatur, auch mit exakten Zahlen unterlegen. So konnte ich an mir selbst feststellen, dass sich der finanzielle Einsatz der MAP®-Präparate gelohnt hat.

Wir brauchen jeden Tag eine regelmäßige Menge an essentiellen Aminosäuren. Die Menge ist fast gesetzmäßig festgelegt und wird bestimmt durch die Zellmasse, die täglich ersetzt werden muss. Sie liegt bei 25 bis 35 Gramm verwertbarem Eiweiß, das durch pflanzliches oder tierisches Eiweiß zwar völlig gedeckt werden kann, allerdings mit dem großen Risiko der Gefäßverkalkung, des hohen Blutdrucks, des Diabetes mellitus, der Krebserkrankung usw. Nur wenige Menschen werden im Alter ab 50 Jahren in der Lage sein, ihren Bedarf aus diesem Eiweiß völlig zu decken, ohne die schweren Nebenwirkungen, wie gerade beschrieben, in Kauf nehmen zu müssen. Bei allen anderen, besonders bei Vegetariern und noch mehr bei Veganern, wird ein Eiweißmangel auftreten, der auf Dauer zu erheblichen Zellverlusten führt und die Hauptgrundlage der sog. Altersschwäche sein dürfte. Also braucht vermutlich jeder, der gesund  bleiben will, ein zusätzliches Präparat mit der richtigen Menge und dem richtigen Verhältnis essentieller Aminosäuren. Es wird deswegen wohl keiner auf die Einnahme von MAP® verzichten können. Dieser Artikel soll keine Werbung für dieses Präparat sein. Es soll nur auf die Wichtigkeit und Notwendigkeit (Not wendend) einer optimalen Eiweißernährung hingewiesen werden.

Mehr Informationen zum Thema und den kompletten Fachartikel erhalten Sie hier Die Eiweißfrage ( PDF-Datei / 1,22 MB)

Die Bauchspeicheldrüse

Sie liegt mitten im Bauch, ist relativ klein und unauffällig, tut nicht weh und wird kaum beachtet. Dabei ist die Bauchspeicheldrüse ein überaus wichtiges Organ, das einerseits für die Aufspaltung unserer Nahrung zuständig ist und andererseits unseren Zuckerhaushalt reguliert. Wir merken nicht viel davon, solange wir gesund sind und uns wohl fühlen. Deswegen glauben wir auch, dass wir für die Erhaltung unserer Gesundheit nicht viel tun müssen. Denn sie wurde uns geschenkt und hat uns nichts gekostet. „Was nichts kostet, ist nichts wert“, heißt es im Sprichwort. So verhalten wir uns im Allgemeinen auch und wundern uns, wenn wir plötzlich krank werden.

Die Bauchspeicheldrüse (medizinisch Pankreas) liegt etwa in Höhe des Nabels direkt vor der Wirbelsäule hinter dem Magen. Sie besteht aus zwei Teilen, dem Kopf und dem Schwanz. Im Kopfteil befinden sich die Teile, die den Bauchspeichel bilden, im Schwanzteil liegen die sog. Langerhans´schen Inseln, in denen Insulin gebildet wird, das unseren Zuckerhaushalt reguliert. Den Bauchspeichel benötigen wir dringend, damit unsere Nahrung chemisch aufgeschlossen und in kleinste Moleküle zerlegt werden kann. Denn unsere Dünndarmschleimhaut ist nur in der Lage,

a) Kohlenhydrate in Form von Einfach-, Zweifach oder Mehrfachzuckern

b) Eiweiße in Form von Aminosäuren oder sog. Oligopeptiden

c) Fette in Form von Fettsäuren oder Triglyceriden

aufzunehmen. Fast alle Stoffe, die nicht so fein aufgespalten sind, können nicht von der Schleimhaut aufgenommen werden, bleiben deswegen im Darm liegen und werden von den Darmbakterien zersetzt. Oft merken wir an Körnern, Kernen oder Nussteilen im Stuhlgang, dass wir nicht genügend gekaut haben. Es ist ein Frühzeichen unseres Lebensstils, der unweigerlich zur Krankheit führt, wenn wir ihn nicht ändern. Aus übrig gebliebenen Kohlenhydraten werden durch Gärung Alkohole, darunter die gefährlichen Fuselalkohole (Methanol, Propanol, Butanol), die bei sog. Schwarzbrennern immer wieder zu Vergiftungen, oft mit Todesfolge führen (z.B. im Herbst 2012 in Tschechien mit rund  40Toten).

Aus unverdautem Eiweiß werden Fäulnisprodukte wie Kadaverin, Putriszol, Skatol, Indol und andere, die den Organismus belasten und die oft für den üblen Geruch unserer Gase verantwortlich sind. Die Fette werden in der Kürze der Darmpassage nicht wesentlich zersetzt.

Alkohole aus der schlecht verdauten Nahrung kann man im Blut nachweisen, Eiweißfäulnis sehr einfach über die Indikan-Methode im Urin. Beide Methoden sind in guten Labors jederzeit durchführbar. Es wird jedoch aufgrund von Desinteresse nicht getan, vor allem wohl, weil man mit einer Nahrungsoptimierung kein Geld verdienen kann. Denn gesunde Patienten sind für unsere „Gesundheitsindustrie“ (Ärzte, Krankenkassen, Pharma- und Geräte-Hersteller) aus diesen Gründen uninteressant.

Die Bauchspeicheldrüse produziert pro Tag etwa 1,5 Liter Bauchspeichel, also eine ganze Menge. Dieser dient dazu,

1) den sauren Magenbrei zu neutralisieren und den Nahrungsbrei alkalisch zu machen. Denn nur so können die Einzelbestandteile des Bauchspeichels die Nahrung weiter verdauen.

2) den Nahrungsbrei so zu durchsetzen, dass alle Teile mit dem Bauchspeichel in Berührung kommen und somit aufgespalten werden können. Deswegen wird der Magenbrei nur in kleinen Portionen vom Magen in den Zwölffingerdarm entleert und damit dem Bauchspeichel zugängig gemacht. So kann auch eine große Mahlzeit optimal verdaut werden.

Der Bauchspeichel ist, wie gerade beschrieben, alkalisch (=basisch). Er enthält vor allem Natriumbikarbonat. Durch einen genialen Prozess bilden die Magendrüsen einen sauren, chlorhaltigen Magensaft, der für die Eiweißverdauung sehr wichtig ist. Gleichzeitig bildet die Bauchspeicheldrüse ihr alkalisches Sekret, mit dem besonders die Kohlenhydrate und das im Magen vorverdaute Eiweiß chemisch zerkleinert werden. Im Darm verbinden sich beide Bestandteile zu Salz und werden wieder resorbiert, damit sie nicht verloren gehen, sondern dem Körper weiter zur Verfügung stehen. Für die Fettverdauung ist die Leber mit der Bildung von Gallenflüssigkeit zuständig.

Die Aufspaltung des Salzes in einen sauren (Magen) und einen basischen Anteil (Bauchspeicheldrüse) funktioniert lange hervorragend. Aber aufgrund unserer derzeitigen Ernährungsweise mit der Bildung von Gärung und Fäulnis entstehen zu viele Säuren, die neutralisiert werden müssen, damit sie im Organismus keinen Schaden anrichten. Da über die heutige Ernährung zu wenig Basen zur Verfügung stehen (sie sind u.a. in Obst, Gemüse, Kartoffeln enthalten), muss der Körper zur Neutralisation der zu viel angefallenen Säuren auf körpereigene Basen zurückgreifen. Das ist in erster Linie das Natriumbikarbonat der Bauchspeicheldrüse. Und zweitens sind es Basen (bes. alkalische Metalle wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium) aus den Knochen (führt zur Osteoporose), den Knorpeln (führt zur Arthrose) und den Venen (führt zu Krampfadern). So sind diese Störungen einfach zu erklären und zeigen die Notwendigkeit einer optimalen Ernährung an.

Werden nun starke Säuren aus dem Gärungs- und Fäulnisprozess wie Schwefelsäure, Phosphorsäure u.a. mit den alkalischen Metallen verbunden, so können diese nicht mehr zurückgewonnen werden und gehen dem Stoffwechsel verloren. Sie werden entweder ausgeschieden (bes. im Urin, aber auch über die Haut) oder sie werden abgelagert (z.B. in den Muskeln als Gelosen, in den Blutgefäßen als Arteriosklerose oder an den Knochen, bes. der Wirbelsäule, als Osteochondrose und Osteophyten). Starke Säuren können vom Körper nur schwer wieder aufgelöst werden und führen deswegen zu chronischen Erkrankungen. Und in alle diese Prozesse ist die Bauchspeicheldrüse eingeschlossen.

Ist durch Säureüberschuss auch ein Teil des Natriumbikarbonats fest gebunden, dann steht es nicht mehr genügend zur Verfügung, um das Chlor der Magensäure zu binden. Dadurch entsteht ein Säureüberschuss, das Sodbrennen, das zwar heute als eigenständiges Leiden „Refluxkrankheit“ genannt wird, aber natürlich keine Extrakrankheit ist, sondern die Folge von langdauernden Fehlern in unserer Ernährung. Denn Kinder haben kein Sodbrennen und damit auchkeine Refluxkrankheit. Erst im späten Jugendalter beginnen die Menschen darüber zu klagen. Sie fragen aber nicht nach der wahren Ursache und werden auch von ihren Ärzten nicht darüber informiert. Denn eine Krankheit kann man mit teuren Medikamenten behandeln (z.B. Omeprazol) und kann damit sowie mit Magenspiegelungen u.a. viel Geld verdienen. Die einfache Lösung ist viel zu billig.

Wie ich in meinen Referaten schon oft beschrieben habe, entstehen sehr viele unserer Störungen und Krankheiten im Dünndarm. Wir selbst sind die alleinigen Verursacher dieser Probleme. Denn sie entstehen durch zu schnelles Essen, ungenügendes Kauen, zu spätes Essen und einige andere Fehler in unserer Esskultur. Dadurch bilden sich im Dünndarm Toxine (bes. durch Gärung und Fäulnis), die entweder von unserer körpereigenen Entgiftung entsorgt werden, oder die im Körper, hauptsächlich im Bindegewebe, abgelagert werden und zur Verschlackung führen. Der bekannte Anatomieprofessor Hartmut Heine bezeichnete deswegen das Bindegewebe als „Müllabladeplatz des Körpers“.

Der Ausdruck ist zwar drastisch, zeigt aber deutlich die Beziehung von Schadstoffen, Bindegewebe und Verschlackung an. So kann man auch leicht erklären, warum diese Ablagerungen (Schlacken) nicht mehr so einfach aus dem Körper heraus befördert werden können. Eine Müllhalde ist auch nicht einfach zu beseitigen. Denn eine Bindegewebsreinigung ist in der Schulmedizin völlig unbekannt und auch in der Naturheilkunde nur schwer durchzuführen. Die Verschlackung betrifft alle Organe und vermindert deren Arbeitsfähigkeit. So ist neben allen anderen Körperteilen natürlich auch die Bauchspeicheldrüse betroffen.

Im Allgemeinen leben wir unbeschwert vor uns hin und wundern uns höchstens, dass wir mit zunehmendem Alter nicht mehr so viel vertragen können wie früher. Das kann Fett sein, Fleisch oder auch Alkohol. In jüngeren Jahren haben wir nicht darüber nachgedacht; später halten wir diese geringere Verträglichkeit für normal, weil wir doch immer älter werden. Die Bauchspeicheldrüse ist, genau wie alle anderen Organe in den Gesamtstoffwechsel und damit auch in die übliche Verschlackung eingebunden. Dadurch wird

1) Weniger Bauchspeichel produziert, wodurch die Verdauungskraft nachlässt,

2) Wirkt sich diese Stoffwechselhemmung auch auf den hinteren Teil der Bauchspeicheldrüse, den Schwanz, aus, in dem die Langerhans´schen Inseln sitzen, wo Insulin produziert und damit der Zuckerhaushalt reguliert wird.

Wir wundern uns, dass die Zahl der Diabetiker so rasant zunimmt, in Hessen um 49 Prozent in den letzten zehn Jahren. Bis zum Jahr 2020, also in sieben Jahren, soll sich die Diabetikerzahl laut Aussagen der Experten verdoppelt haben. Es steht uns eine Gesundheitskatastrophe ungeahnten Ausmaßes ins Haus.

Denn Diabetiker haben viel mehr Schlaganfälle, Herzinfarkte, Erblindung, Amputationen und Krebserkrankungen als der Rest der Bevölkerung. Ein Großteil des Krankenkassen-Budgets wird einmal für die Diabetiker aufgewandt werden müssen. Dabei liegt die Lösung auf der Hand. Wir müssten dringend, und zwar sofort, unseren Lebensstil ändern, wenn wir diese Dazu sind bisher aber nur wenige Menschen bereit, weil sie die Notwendigkeit nicht einsehen. Zu diesen uneinsichtigen Menschen gehören nicht nur Ärzte, Krankenkassenfunktionäre, Vertreter der Pharmaund Gesundheitsindustrie und Politiker, sondern auch ein Großteil unserer Bevölkerung, nach meinen Schätzungen etwa 90 Prozent. Vernunft wird klein geschrieben, die Sucht nach dem ungesunden, westlichen Lebensstil aber groß. Interessanterweise machen uns die Völker der sog. dritten Welt fast alle unsere Fehler nach. Deswegen werden die Gesundheitsprobleme der neuen reichen Länder wie den Golfstaaten, China, Indien, Mexiko, Brasilien und vielen anderen mindestens genauso groß werden wie unsere derzeitigen in Europa.

Wie sollte nun unser gesunder Lebensstil aussehen. Dafür gibt es ein fantastisches Beispiel aus der deutschen Geschichte, das unwiderlegbar aufzeigt, wie positiv sich auf unsere Gesundheit ein bestimmter Lebensstil ausgewirkt hat. Es war die Nachkriegszeit von 1945 bis 1948 in Deutschland, als es wenig zu essen, keine Zigaretten, keine Autos und viele andere in der Hochzivilisation selbstverständliche und unverzichtbare Gebrauchsgegenstände nicht gab. Natürlich gab es damals Hunger und große Versorgungsprobleme. Die Mangelzustände dürfen nicht verschwiegen werden. Es gab auf der anderen Seite aber kaum Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Hypertonus, Gicht und z.T. auch Krebs. Gerade Krebs tritt zwar im Alter häufiger auf. Er ist aber auch eine Krankheit, die mit unseren Zivilisationssünden eng zusammenhängt. Das wird durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien zur Krebshäufigkeit verschiedener Bevölkerungsgruppen eindeutig aufgezeigt.

Natürlich wollen wir nicht hungern oder einen Mangel haben wie in der Nachkriegszeit. Wir könnten aber einen gesunden Kompromiss finden zwischen unseren Zivilisationsansprüchen und den Lehren, die wir aus der Nachkriegs-Ernährungs- und –Lebensweise ziehen können. Denn damit ließen sich viele unserer Probleme lösen und sicherlich auch die oben genannte Katastrophe vermeiden.

Woran merken wir vor allem, dass wir eine Verdauungsschwäche haben? Wir spüren das hauptsächlich an Blähungen, die durch Gas bildende Bakterien in unserem Darm entstehen. Wenn unsere Nahrung nicht genügend zerkleinert in den Dünndarm gelangt, dann stürzen sich die Darmbakterien auf diese Nahrungsreste. So leiden wir plötzlich an Blähungen, Übelkeit und anderen Bauchbeschwerden. Die Einhaltung einer disziplinierten Esskultur ist also unbedingt notwendig.

Über einen Stuhltest, die sog. Pankreas-Elastase, kann man die Schwäche der Bauchspeicheldrüse leicht nachweisen. Gegenüber einer Krankenkasse und bei der Verordnung von Verdauungsenzymen auf Kassenrezept ist eine derartige Untersuchung zwingend notwendig.

Nun will ich zum Schluss noch etwas auf die Therapie eingehen. Denn wenn es mir schlecht geht aufgrund des Essens, wenn ich vieles nicht mehr vertrage, dann nützt es mir nichts, wenn ich daran erinnert werde, was ich früher hätte besser machen können. Ich möchte jetzt Hilfe haben – denn ich leide. Wir müssen dabei auch bedenken, dass es sog. Verdauungsschwächlinge gibt, die von Natur aus wenig Verdauungskraft und Bauchspeichel zur Verfügung haben. Das sind besonders die Dünnen, die trotz aller Mühen kein Fett und kein Gewicht ansetzen können. Diese von der Natur in diesem einen Punkte benachteiligten Menschen tun gut daran, sich eine Verdauungshilfe zu leisten. Das kann Papaya sein, Ananas, Ingwer, Kümmel, Fenchel, Wermut oder irgendeine andere Hilfe aus dem Pflanzenreich.

Wir verschreiben häufig enzymhaltige Präparate, die von den Patienten in individuell angepasster Dosis genommen werden. Damit lassen sich meistens die gröbsten Verdauungsbeschwerden vermindern, sodass ein relativ normales gesellschaftliches Leben möglich ist. Es gibt auch eine spezifische Krankheit der Bauchspeicheldrüse. Das ist die sog. akute Pankreatitis, die allerdings relativ selten ist. Sie ist hochgefährlich, mit starken Oberbauchschmerzen verbunden und muss akut stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Ausgelöst wird sie gelegentlich durch Gallensteine oder Alkoholexzesse. Aufgrund der Schmerzen kann sie nicht übersehen werden. Dabei sind auch die Blutwerte Amylase und Lipase stark erhöht, während sie bei der allgemeinen Schwäche der Bauchspeicheldrüse meist normal sind.

Sehr unangenehm, vor allem, weil er erst spät entdeckt wird, ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs. Er führt meist erst im fortgeschrittenen Stadien zu unklaren Oberbauchbeschwerden. Manchmal hilft eine Operation, selten die Chemotherapie oder biologische Verfahren. Die Zahl der Krebskranken nimmt zu, vermutlich im Zusammenhang mit unserer Lebensweise.

Den meisten Menschen mit einer Verdauungsschwäche können wir mit Medikamenten oder pflanzlichen Präparaten teilweise helfen und ihre Lebensqualität verbessern. Besser ist es natürlich, wenn wir vorbeugend alles richtig machen, Fehler vermeiden und unsere Gesundheit optimal erhalten.

Mehr Informationen zum Thema und den kompletten Fachartikel erhalten Sie hier Die Bauchspeicheldrüse ( PDF-Datei / 713 KB)

Abendessen und die Entstehung der Krankheitskaskade

Von allen Fehlern, die wir in unserer Ernährung machen, ist wohl der wichtigste, dass wir an einer liebgewordenen Gewohnheit festhalten: am Abend in Ruhe gut und reichlich zu essen. Wir glauben zwar, dass dieser Fehler nicht so groß sein kann, weil doch fast alle Menschen so leben. Und auch das Sprichwort „morgens zu essen wie ein König, mittags wie ein Bürger und abends wie ein Bettelmann“ erscheint uns angesichts der Normalität des Abendessens nicht so wichtig. Dass dieses Sprichwort aber sehr wahr ist, möchte ich mit folgendem Hinweis begründen.

Mehr Informationen zum Thema und den kompletten Fachartikel erhalten Sie hier AbendessenundKrankheitskaskade ( PDF-Datei / 1,95 MB)

Schritte zur Gesundheit

Gesundheit ist ein Geschenk. Bei der Geburt sind wir fast immer gesund.Wir haben damit ein sehr wertvolles Geschenk erhalten, das wir pflegen und erhalten sollten. Als Kleinkinder und als Jugendliche sind wir auf die Hilfe unserer Eltern und unserer Umgebung angewiesen. Wir lernen allmählich, uns in einer komplizierten Welt zurechtzufinden. Da in dieser Welt viele Fehler gemacht werden und längst nicht alle wichtigen Angelegenheiten optimal gelöst sind, übernehmen wir auch fast immer diese Fehler. Es fällt uns auch später sehr schwer, die Fehler zu erkennen und uns von ihnen zu trennen.

Was machen wir nun grundsätzlich falsch? Denn die Krankheit wurde uns nicht von Gott als Strafe geschickt, damit wir wieder gottesfürchtig werden. Sondern wir verstoßen gegen Naturgesetze, bei deren konsequenter Einhaltung wir gesund bleiben würden. Es gibt viele Menschen, die uns die Möglichkeit der vollen Gesundheit bis ins höchste Alter vorgelebt haben. Diese Menschen haben nicht nur Glück gehabt, sondern sie haben bewusst oder instinktiv alles oder zumindest das Meiste richtig gemacht.

Es ist bekannt, dass der Geist über Seele und Körper steht. Wenn wir körperlich krank werden, dann ist vor allem auch die geistige Ursache zu suchen. Das ist besonders deswegen etwas schwierig, weil wir eine geistige Schwachstelle ungern zugeben. Denn sie betrifft häufig unseren Charakter. Wenn es irgendwo weh tut oder wir körperliche Beschwerden haben, dann haben wir meist keine Hemmungen, darüber zu sprechen. Anders ist es bei unserer geistigen Haltung. Da lassen wir uns nicht gern kritisieren. Denn es handelt sich um unseren innersten Kern, den wir schützen wollen, auch wenn wir damit einen Fehler schützen.

An den Anfang möchte ich einen Mangel an Gelassenheit setzen. Dies erleben wir täglich, wenn wir uns über die kleinen Probleme des Alltags aufregen. Das kann das Wetter sein, ein Hundehaufen auf der Straße, Lärm aus der Nachbarschaft oder ein Falschparker. Es gibt viele Möglichkeiten, sich über eine derartige Bagatelle zu ärgern. Das hilft uns allerdings nicht weiter. Wir müssen lernen, dass es viele Dinge im Leben gibt, die uns stören, weil sie unseren Ordnungssinn verletzen, die wir aber gar nicht ändern können. Warum sollten wir nicht unseren Humor einschalten und großzügig über eine kleine Unannehmlichkeit hinwegsehen? Der Volksmund sagt, „das Haar in der Suppe finden“. Natürlich ist es nicht schön. Aber ist es eine Aufregung wert?

Ganz eng mit der Gelassenheit ist die Toleranz verbunden. Wie viel andere Meinung können wir in unserem Lebensraum zulassen? Das betrifft hauptsächlich die Religion und die Politik, aber auch die Erziehung und vieles andere. Bin ich bei einer anderen Meinung in der Lage, ruhig und sachlich zu diskutieren? Nicht immer lässt sich ein vernünftiger Kompromiss finden. Dann muss ich aber trotz-dem mit der anderen Meinung auskommen und muss in Frieden damit leben können. Das erfordert oft von mir eine erhebliche Willensstärke. Denn ich sollte meinen eigenen Standpunkt und den der anderen Person vorerst für gleichwertig halten.

Wir bewegen uns dabei auf einem schmalen Grat. Es ist nicht leicht, immer tolerant zu sein, vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass diese Toleranz ausgenutzt wird. Das ist nämlich recht häufig der Fall. Ich hörte einmal den Satz: „Gutmütigkeit ist Dummheit“. An diesem Satz ist viel dran. Denn er zeigt oft, dass jemand zu tolerant gewesen ist. Er war gutmütig, deswegen wurde er ausgenutzt. Er hat nicht genügend aufgepasst und keine klaren Grenzen gezogen.

Damit eine derartige klare Grenze gezogen wird, braucht man Mut. Auch diese ist wieder eine  Charaktereigenschaft, die nicht selbst-verständlich ist. Überhaupt handelt es sich bei diesen geistigen Kräften um die „alten Tugenden“, die oft vergessen und nicht beson-ders beachtet werden. Sie sind aber die Grundlagen eines geordneten Zusammenlebens. Fehlt eine von ihnen, dann gibt es Miss-stimmung und diese führt zu negativen Gedanken und Gefühlen, die wiederum aufgrund des Resonanzprinzips auf den Menschen zurückwirken, von dem die Negativität ausgegangen ist.

Schon vor ca. 5.000 Jahren soll ein Ägypter mit dem Namen „Hermes Trismegistos“ gelebt haben, der neben anderen Naturgesetzen auch das Gesetz des Resonanzprinzips gelehrt hat. „Wie ich in den Wald hineinrufe, so schallt es zurück“. Das bedeutet, dass alles was ich denke und tue, aufgrund der Resonanz wieder auf mich zurückfällt. Das Positive wirkt positiv auf mich zurück und das Negative eben negativ. Wer dieses Gesetz nicht kennt und deswegen nicht einhält, wundert sich über die „Zufälle“ oder auch Un-glücksfälle, die sich in seinem Leben ereignen. Dabei handelt es sich um das Resonanzphänomen, das wirksam ist, ohne dass wir es sofort merken müssen. Wir können aber dieses Naturgesetz optimal für uns nutzen, indem wir immer positiv denken. Dann erhalten wir auch positive Energien zurück.

Warum bewundern wir Menschen wie Mutter Teresa? Weil sie in der Lage war, das höchste Gefühl, die Liebe, in praktische Tätigkeit umzusetzen. So wurde aus einer einfachen Ordensfrau ein Mensch, der aus Liebe zu den ärmsten Mitmenschen alle Schwierigkeiten überwand, aus kleinsten Anfängen eine große Organisation entwickelte und eine große Zahl Gleichgesinnter fand, die sie unter-stützten und ihre Arbeit weiterführten. Auch dieses „Wunder“ liegt am Resonanzprinzip.

Eine weitere Tugend, die auch gleichzeitig ein Naturgesetz ist, ist die Aufrichtigkeit. Gehen wir aufrecht? Dann sind wir möglicher-weise auch aufrichtig. Gehen wir gebeugt, dann sieht es eventuell mit der Aufrichtigkeit nicht mehr so gut aus. Wir sehen, dass die geistige Haltung (Tugend) sich im körperlichen Bereich auswirkt.Wer aufrecht geht, hat oft auch einen anderen Überblick. In der heutigen Zeit sieht man nicht mehr so viele Menschen, die wirklich aufrecht gehen. Es ist auch ein Zeichen unserer Zeit und zeigt uns die Neigung zu Störungen und Krankheiten an. Warum gibt es denn so viele Bandscheibenvorfälle? Es liegt nicht an der schweren Arbeit, sondern an den körperlichen Schwächen, die allem Anfang eine geistige Ursache haben.

Aufrichtigkeit hängt auch mit Ehrlichkeit zusammen. Wo finden wir die noch? Schauen wir doch nur in die Zeitung. Sind die Aussagen der Menschen ehrlich oder die Anzeigen der Geschäfte? Kann ich mich wirklich auf das verlassen, was ich dort lese? Oder ist es nur die halbe Wahrheit? Es klafft oft eine große Lücke zwischen dem Versprechen und der Realität.

So lassen sich noch eine Vielzahl weiterer Tugenden finden, die sich aufgrund des Resonanzprinzips auch auf unsere Gesundheit auswirken. Wie steht es denn mit der Freundlichkeit? Uns wird „ums Herz warm“, wenn wir freundlich behandelt werden. Wir sind es oft gar nicht mehr gewohnt, weil die Unfreundlichkeit viel häufiger ist. Es ist eigentlich der Normalzustand. So fällt uns die Freund-lichkeit besonders auf. Wer freundlich ist, erhält im Allgemeinen auch viel zurück. Außerdem tut er etwas ganz Wichtiges für seine Gesundheit. Denn er wärmt auch sein eigenes Herz.

Sind wir zuverlässig? Hiermit ist nicht nur der pünktliche Arbeitsbeginn gemeint, sondern auch die Zuverlässigkeit im Leben. Viele Ehen werden in der heutigen Zeit geschieden, obwohl die meisten Menschen sich Treue gelobt haben „bis dass der Tod Euch scheide“. Aber in der Wirklichkeit sieht es dann oft anders aus. Wie weit können wir uns auf die Zusage eines anderen Menschen verlassen? Meist sehr wenig. Deswegen gilt auch nur noch der schriftliche Vertrag, möglichst unterschrieben von einem Notar. Ein gegebenes Wort ist nicht mehr viel wert.

Zuverlässigkeit, Disziplin und Ordnung hängen eng miteinander zusammen. Wer in diesen Dingen nicht exakt ist, schadet sich nicht nur in seinem Lebensumfeld, sondern auch im Bereich seiner eigenen körperlichen Gesundheit. Denn wer nicht Ordnung in seinem normalen Leben einhält, der kann es oft auch nicht beim Essen. Das ist letztlich die Ursache vieler Störungen im Magen-Darm-Bereich. Es sind nicht die bösen Bakterien, der Stress oder das Cholesterin. Sondern unsere Fehlhaltung in Bezug auf Die Tugenden.

So sollten wir die Tugenden, die von unseren Vorfahren oft hoch geschätzt wurden, wieder als den Rahmen ansehen, den wir brauchen und in dem wir uns bewegen müssen, damit unsere Gesundheit auf Dauer erhalten wird. Das Abweichen „vom Pfad der Tugend“ macht uns krank. Da helfen weder Tabletten noch Ärzte oder Kuren. Auch der Psychologe wird uns in dieser Beziehung kaum weiter helfen können. Nur wir selbst können uns auf den rechten Weg zurückbringen. So steht die geistige Ursache weit über der körperlichen Folge, der Krankheit. Diese merken wir, weil sie vielleicht zu Schmerzen oder Beschwerden geführt hat.

Die geistige Schwachstelle halten wir für normal, weil wir nicht ausreichend in Bezug auf Tugenden erzogen werden. Es fehlen auch oft die richtigen Vorbilder Diese müssen wir uns selbst suchen. Und wir können sie auch finden, wenn wir nur achtsam genug sind. Dann kommen wir in das innere Gleichgewicht, können strebsam auf unser Ziel hinarbeiten und mit Gelassenheit das treiben, die Hektik und den Unfrieden neben uns betrachten. So lernen wir allmählich, gesund zu werden und zu bleiben.

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