Allergietest

Mit einem Allergietest können wir in der Schlosspark-Klinik Dr. von Rosen feststellen, auf welche Stoffe und/oder Ereignisse Sie allergisch reagieren. Dies ist die entscheidende Voraussetzung, um die richtige Therapie einleiten zu können. Leider nehmen allergene Stoffe und die Reaktion der Menschen darauf seit Jahrzehnten zu, eine Folge unserer modernen Lebensweise, der Nahrung und der Umweltverschmutzung. In vielen Fällen wissen Menschen und ihre Hausärzte nicht genau, worauf sie allergisch reagieren, was das Einleiten von Gegenmaßnahmen erschwert oder unmöglich macht. Wir nehmen daher einen umfassenden Allergietest vor, bis wir das oder die Sie betreffenden Allergene eindeutig identifiziert haben.

Allergietest per Pricking

Der Pricktest (Stechen) ist der bekannteste Allergietest, viele Hausarztpraxen bieten ihn heute schon an. Der Arzt sticht in den Unterarm und verteilt auf mehrere Einstiche allergene Stoffe, die in einem Extrakt vorliegen. Die Typ-I-Allergien auf Tierhaare und Pollen sind hiermit sehr gut festzustellen. Schon 20 Minuten nach dem Einstich, zu dem gleichzeitig eine Positivkontrolle mit Histamin und eine Negativkontrolle mit einem wirkstofffreien Extrakt durchgeführt werden, lässt sich ein Testergebnis feststellen. Die Stiche fallen sehr klein aus und verursachen nur in den seltensten Fällen wirkliche Schmerzen. Infolge des Tests bilden sich – oder bilden sich nicht – Hautrötungen und Quaddeln, an denen die allergische Reaktion abzulesen ist. Mit einem Prick-to-Prick-Test lässt sich ebenfalls eine Lebensmittelallergie feststellen, bei welchem sowohl das Lebensmittel als auch die Haut angestochen werden.

Weitere Testvarianten auf Allergien

Es gibt noch eine ganze Reihe von Testvarianten, die wir in der Schlosspark-Klinik Dr. von Rosen durchführen können, wenn der Pricktest kein Allergen eindeutig identifiziert, obgleich Sie als Patient eindeutige allergische Symptome zeigen.

Einige dieser Testverfahren müssen behutsam vorgenommen werden:

  • Intrakutantest: Der Allergenextrakt wird in die Lederhaut (intrakutan) gespritzt. Dabei kann es sich um Nahrungsmittelextrakte oder Insektengifte handeln, die als schwer bestimmbar gelten. Auch Typ-I-Allergien lassen sich so nachweisen. Diesen Allergietest führen wir vorsichtig durch, in einigen Fällen treten starke allergische Reaktionen auf.
  • Reibtest: Dieser Test funktioniert ähnlich wie der Pricktest und dient ebenfalls zum Nachweis von Allergien des Typus I (Tierhaare, Pollen). Die Haut wird lediglich angeritzt, nicht gestochen, das Allergen reiben wir anschließend ein.
  • Epikutantest: Falls Sie unter Umständen allergisch auf Parfüms oder Minerale wie Nickelsalze reagieren, kann dieser Test zur Aufklärung beitragen. Es handelt sich um die Typ-IV-Sensibilisierung, die durch das Aufkleben von Testsubstanzen auf die Haut in Testkammern feststellbar ist. Hier müssen Sie sich bis zum Ergebnis bis zu 72 Stunden gedulden, die Ergebnisse werden im 24-Stunden-Rhythmus abgelesen. Wir bewerten auch die ansteigende oder abfallende Reaktion während der Testphase. Wenn die Ergebnisse uneindeutig bleiben, können wir anschließend noch einen ROAT (repeated-open application-test) durchführen, der auf ähnliche Weise, aber für den Zeitraum von mindestens einer Woche erfolgt.
  • Atopie-Patch-Test: Diese Sonderform mit Vaseline führt zu einer Störung der Hautbarriere und damit zu einer allergischen Reaktion, welche bestimmte Allergene eindeutig identifiziert.

Umfang und Dauer bei einem Allergietest

Ein Allergietest verläuft relativ schmerzarm und dauert nicht lange, im Extremfall kann er sich über eine Woche hinziehen. Bei der Durchführung achten wir auf mögliche allergische Reaktionen und sind dafür ausgerüstet, Ihnen sofort mit Medikamenten helfen zu können. Daher ist ein Allergietest in der geschützten Umgebung unserer Klinik eindeutig zu bevorzugen.