Pressemitteilung

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                Gersfeld, den 19. Februar 2004

Fit ins Frühjahr mit viel Schlaf, Bewegung und gezielter Ernährung

Mit Mutter Natur gegen das große Gähnen

- von Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen -

Jedes Jahr zur gleichen Zeit überfällt sie uns: die Frühjahrsmüdigkeit. Hausrezepte helfen nur selten, selbst wenn man frühzeitig damit beginnt. Wer die Ursachen kennt und mit Hilfe von Mutter Natur wirkungsvoll gegensteuert, kommt fit ins Frühjahr.

Mangelerscheinungen gegensteuern

Der Frühjahrsmüdigkeit liegen ganz einfach Mangelerscheinungen zugrunde; wenig Sonne, wenig Vitamine, wenig Bewegung und damit verbunden wenig Sauerstoff sind Ursache des großen Gähnens und der Unlust.

Vitamine für die Verdauung

Gegen das im Winter nur spärlich scheinende Sonnenlicht können wir nichts tun, wohl aber gegen den Vitaminmangel. Denn unser heutiges Obst und Gemüse, besonders wenn es im Winter gezogen wird, enthält wesentlich weniger Vitamine und andere Vitalstoffe als noch vor 20 oder 30 Jahren. Die heutige Form der Landwirtschaft, Lagerung, sowie Pflücken im unreifen Zustand bei Obst führen vor allem dazu. Wir müssten uns also bemühen, mehr vitaminreiche Früchte zu uns zu nehmen. Allerdings muss unser Darm diese auch aufnehmen. Denn nur wenn unsere Darmschleimhaut gesund ist, kann sie die vielen wertvollen Stoffe resorbieren, die wir ihr mit der Nahrung zuführen. Dieser Punkt ist viel wichtiger als wir glauben und auch als die Vitaminindustrie uns glauben machen will.

Bewegung gegen Verschlackung

Gegensteuern kann man auch dem Bewegungsmangel, der im Winter häufig reduziert wird. Gartenarbeiten fallen ebenso weg wie Spaziergänge, Fahrradtouren und Sport. Bewegungsmangel bedeutet gleichzeitig auch Sauerstoffmangel. Denn bei körperlicher Arbeit nehmen wir bis zu 30 mal mehr Sauerstoff auf als in Ruhe. Damit im Zusammenhang steht verstärkte Bequemlichkeit, fettreiches hochkalorisches Essen, besonders zur Weihnachtszeit und damit erhöhter Fettansatz bzw. Körpergewicht sowie zunehmende Verschlackung. Besonders der letzte Umstand, der kaum sichtbar oder messbar ist, spielt im Hinblick auf die Müdigkeit und allgemeine Gesundheit eine große Rolle. Ärzte halten im allgemeinen nichts von diesem Begriff. Aber jeder Laie kennt eine Verschlackung des Ofens, Ablagerung im Wasserkessel und Heizungsrohren und viele andere Möglichkeiten der Verschmutzung und Funktionsbeeinträchtigung. Unserem Körper geht es in dieser Hinsicht nicht besser als unseren Gebrauchsgegenständen. Auch er verschlackt, lagert ab und verschmutzt.

Schlafen, singen, Sauerstoff tanken

Mit einem einfachen, verständlichen und leicht durchzuführendem Programm kann man Gegenmaßnahmen ergreifen. Diese sollten natürlich und nicht chemisch, technisch oder künstlich sein. Gefragt sind lediglich der entsprechende Willen und etwas Disziplin. So sollte das Fenster im Schlafzimmer geöffnet sein, damit wir sauerstoffreichere Luft atmen und einen tiefen erholsamen  Schlaf genießen. Empfehlenswert ist es auch, spätestens gegen 22 Uhr ins Bett zu gehen. Unser Körper produziert in dieser Zeit am meisten von unserem körpereigenem Schlafhormon, dem Melatonin. Dieses wirkt zudem auch gegen Depression und soll die Krebsgefahr vermindern. Wer morgens nach dem Aufstehen tiefe Atemzüge am offenen Fenster sowie einige Lockerungs- und Dehnungsübungen macht wirkt ebenfalls der Frühjahrsmüdigkeit entgegen. Sehr wirksam ist auch das Trockenbürsten nach Pfarrer Kneipp, weil es die Durchblutung verbessert und den Kreislauf anregt. Auch schadet es nicht, morgens zu singen oder zu pfeifen wie kleine Kinder. Denn Singen macht nicht nur Spaß, sondern verbessert kostenlos und ohne Nebenwirkungen die Kopfdurchblutung und stärkt unser Immunsystem.

Die morgendliche Dusche sollte jeden Tag mit einem kalten Guss abschließen, was Kreislauf und Immunsystem gleichermaßen stärkt. Kostenlos, nützlich und gesundheitlich wertvoll ist Bewegung jeder Art, ob Spazieren gehen, Wandern, Walking, Nordic Walking, Skilanglauf oder andere sportliche Tätigkeiten.

Viel trinken – wenig essen

Besonders wichtig für einen gesunden Start ins Frühjahr ist die Ernährung mit reichlich Flüssigkeit, am besten in Form von heißem Wasser, was Magen und insbesondere den Nieren gut tut. Der Körper besteht zu 65 – 70 % aus Wasser, und dieses Wasser möchte auch gern von Zeit zu Zeit erneuert werden. Beim Essen sollte eine Darmerholungs- und Entschlackungswoche eingelegt werden (siehe Infokasten), die allen Organen gut tut. Wer diese einfachen Regeln beherzigt, wird seine Frühjahrsmüdigkeit bald sicherlich bald gebessert oder vertrieben haben.

Darmerholungs- und Entschlackungswoche

Montag:
Morgens einfache Dinkelsuppe, mittags ein großer Mohrrübensalat, abends wieder Dinkelsuppe. Als Tee neben heißem Wasser Melissentee (wirkt günstig auf das Nervensystem).

Dienstag:
morgens Reissuppe, mittags Weißkohlsalat, abends wieder Reissuppe. Dazu Wacholdertee (Niere).

Mittwoch:
morgens Haferbreisuppe, mittags Selleriesalat, abends wieder Haferbreisuppe. Dazu Löwenzahntee (Leber)

Donnerstag:
wie Montag morgens und abends Dinkelsuppe, mittags eine Ananas. Dazu Kümmeltee (Bauchspeicheldrüse)

Freitag:
morgens und abends Reissuppe, mittags Feldsalat. Dazu Rosmarintee (Kreislauf).

Samstag:
morgens und abends Haferbreisuppe, mittags Blumenkohlsalat. Dazu Salbeitee ( Schleimhäute).

Sonntag:
morgens ein weiches Ei, etwas Butter, zwei Scheiben Weißbrot oder Mischbrot (schont die Darmschleimhaut), etwas Honig, Pfefferminztee oder Carokaffee, mittags ein kleiner Rohkostteller, zwei Kartoffeln, etwas gedünstetes Gemüse, abends zwei Scheiben Brot, etwas Butter, zwei Scheiben Bündner Fleisch, Pfefferminztee.

Bei zwischenzeitlichem Hungergefühl hilft ein Apfel.

Ansprechpartner für Redaktionen: TextDesign Tonya Schulz, T. 09777/32 35, Fax 32 36

Zum Autor

Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen

Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen, geboren in Grocholin/Posen, studierte Medizin in Münster, Lausanne und Berlin. Nach dem Staatsexamen durchlief er eine Ausbildung in verschiedenen Bereichen der Medizin, bevor er sich 1971 als praktischer Arzt niederließ. Rund zehn Jahre später eröffnete er eine auf naturgemäße Ganzheitsmedizin spezialisierte Fachklinik in Gersfeld/Rhön. Überzeugt von den Kräften der Natur behandelt Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen seither in der Schlosspark-Klinik vorwiegend chronische Beschwerden wie Schmerzkrankheiten, Allergien, Rheuma, Magen- und Darmerkrankungen, Migräne und Chronische Müdigkeit. Darüber hinaus praktiziert Dr. von Rosen sehr intensiv die F.X.Mayr-Kur.

In zahlreichen Fachartikeln und Büchern schildert von Rosen seine positiven Erfahrungen mit der Naturheilkunde insbesondere bei typischen Krankheitsbildern unserer Gesellschaft. Dr. von Rosen ist Initiator und Ausrichter des jährlichen Gesundheitstages in Gersfeld, der in diesem Jahr am Samstag, den 8. Mai 2004, zum vierten Mal Anfang Mai stattfindet und stets Tausende von Besuchern anzieht. Soeben hat er eine „Gesellschaft zur Entwicklung und Förderung der Naturheilkunde“ ins Leben gerufen, um die Ganzheitsmedizin noch populärer und auch in der Schulmedizin anerkannter zu machen.