Pressemitteilung

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                Gersfeld, den 8. Februar 2005

Homöopathie und die Anregung der Lymphe kann auch chronisch Erkrankten helfen

Zungenbrennen - das rätselhafte Leiden

Es kann unangenehm bizzeln, wie wenn man an zuviel Brause nascht, es kann aber auch schmerzen, als habe man sich extra scharfen Tabasco direkt auf die Zunge geträufelt: Das Zungenbrennen. Ebenso wie das Mundbrennen ruft dieses Leiden, das vor allem über 45-jährige Menschen langwierig quält, bei vielen Ärzten vor allem eines hervor: Ratlosigkeit. Das gilt ebenso, was die Ursachen anbelangt wie im Hinblick auf wirksame Therapien.

Diese Erfahrung hat zumindest Dr. Jürgen Freiherr von Rosen, Leiter der naturheilkundlichen Schlosspark-Klinik in Gersfeld (Rhön), gemacht. Bei ihm suchen oft Patienten Hilfe, die von der Schulmedizin bereits aufgegeben worden sind.

Bei manchen von ihnen brennt allein die Zunge, manchmal sind auch Mundschleimhaut, Lippen oder Gaumen – schlimmstenfalls alle gleichzeitig – davon betroffen. Typisch ist, dass sich das Brennen zum Abend hin verschlimmert und nachts wieder nachlässt. Doch abgesehen von diesen Erfahrungswerten, stochern Mediziner häufig im Nebel, wenn es um diese Symptomatik geht.
Die Unsicherheit fängt, wie Dr. von Rosen weiß, schon bei der Diagnose an: Gründe für das unangenehme bis unerträgliche Brennen sind mannigfaltig: Das kann ein Vitamin-B12-Mangel ebenso sein wie eine Entzündung im Mundraum oder eine durch die Wechseljahre bedingte Hormonstörung. Nach Schätzungen der Universität Zürich leiden übrigens etwa 15 Prozent der Frauen nach der Menopause an dem Krankheitsbild.
Doch gar nicht so selten lässt sich überhaupt keine Ursache finden - und zwangsläufig auch keine Therapie. Die Schulmedizin spricht in einem solchen Fall von idiopathischem Mundbrennen. Der Patient erhält den Rat, sich mit dem Leiden abzufinden. Allenfalls schlägt der Arzt noch eine kognitive Therapie vor, mit der versucht wird, die Wahrnehmung des Problems zu beeinflussen.

Für Dr. von Rosen ist eine erfolglose Ursachenforschung indessen noch lange kein Grund, die Hoffnung aufzugeben. Der naturkundliche Mediziner habe auch in solchen Fällen Therapiemöglichkeiten. Zum Beispiel die Homöopathie, die sich maßgeblich an der Ausprägung der Symptome orientiert.
Einfach ist sie allerdings nicht – die Homöopathie muss exakt auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden. Die Suche nach dem passenden Mittel bedeutet detektivische Feinarbeit, zu der auch schon mal für Schulmediziner eher ungewöhnliche Methoden eingesetzt werden: Ein Pendel etwa oder ein Muskeltest. Damit will der Naturheilkundler feststellen, welches Mittel für den Betroffenen geeignet ist. Im Zweifel könne man auch so genannte Komplexmittel verordnen, erklärt Dr. von Rosen, die verschiedene Einzelsubstanzen kombinieren.
Zeigt sich die Erkrankung therapieresistent, hat Dr. von Rosen noch zwei andere Trümpfe, mit denen das Mundbrennen gelindert, manchmal auch völlig ausgeheilt werden kann: die allgemeine und spezielle Therapie über das Lymphsystem. Deren Aufgabe ist es, den Lymphstrom anzuregen.
Um diese Heilmethode verstehen zu können, erläutert der Mediziner zunächst den Hintergrund: Die Lymphe ist eine Art körpereigne Müllabfuhr, da sie einen großen Teil der Stoffwechselprodukte mit sich führt. Sie entspringt aus dem Blut. Ein Teil des Serums (Blutwasser) wird, nachdem es die Blutwände durchtreten hat, zur Lymphflüssigkeit.
Fließt das Blut zu langsam, kann auch die Lymphe die Abfallprodukte nicht schnell genug transportieren. „Als ob die Müllabfuhr zu langsam arbeitet“, beschreibt Dr. von Rosen diese Problematik. Warum aber bewegt sich das Blut und in der Folge die Lymphe so langsam? Unsere heutige Lebensweise mit Eiweißüberernährung, Bewegungsmangel, Übersäuerung und anderen Belastungen sei daran Schuld, sagt der Mediziner. Das Blut verdicke, der Blutstrom werde langsamer.

Um letzteren wieder anzuregen, kombiniert Dr. von Rosen zwei Behandlungsvarianten: Zum einen soll der Patient sein Blut durch Sport, Sauna, Abreibungen und Trockenbürsten wieder auf Trab bringen. Eine rohkostreiche sowie eiweiß- und fettreduzierte Ernährung unterstütze dieses Ziel, so der Arzt. In seiner Klinik verordnet er dazu noch häufige, warme Dauerbrausen, die wie eine Lymphdrainage für den ganzen Körper wirken. Zu dieser allgemeinen Anregung des Lymphstromes müsse, so Dr. von Rosen, aber noch eine lokale Spezialtherapie treten. Er verabreicht, zum Teil in Form von Spritzen, homöopathische Medikamente, die die Lymphknoten wieder besser durchgängig machen und so deren Funktion als Filter verbessern.

Dass die 50 bis 100 Lymphknoten im Bereich des Halses als Filter für die Lymphe, die von Kopf zum Herzen fließt, dienen, hat wohl jeder schon mal an sich selbst bemerkt: sie schwellen bei Entzündungen im Kopfbereich häufig an. Können die Lymphknoten aufgrund von Schadstoffüberlastung ihre Filterfunktion nicht mehr richtig erfüllen, bleiben Schlackenstoffe im Kopf zurück und können zu den verschiedensten Krankheitsbildern führen: Von der Migräne über den Dauerschnupfen bis zur Depression.
Doch auch bei diesen Beschwerden gilt, ebenso wie beim Mundbrennen: Die Therapie mit homöopathischen Mitteln lindert viele davon. Ergänzend empfiehlt der Klinikchef eine manuelle
Lymphdrainage von Kopf und Hals. Oft verschwinden die Beschwerden nach der beschriebenen, kombinierten Behandlung sogar ganz, lautet die Erfahrung von Dr. von Rosen. Und das nicht selten „in kurzer Zeit“.

Weitere Informationen gibt es über Tel. 06654/160 oder im Internet unter www.schloss-klinik.de.

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