Petechiale Saugmassage

Die so genannte Petechiale Saugmassage ist eine innovative Kombination der beiden klassischen Therapieformen der Massage und des Saugens. Mit der Saugmassage wird die Durchblutung in den entsprechenden Körperregionen stimuliert, ebenso erfolgt eine Entschlackung und Entgiftung des gesamten Gewebes. Die Schlosspark-Klinik Dr. von Rosen bietet die Petechiale Saugmassage als alternative Heilmethode unter der Beaufsichtigung erfahrener Therapeuten an.

Die Anwendung und Wirkungsweise der Petechialen Saugmassage

Erstmalig wurde die Petechiale Saugmassage vom Mediziner Dr. med. Hans Töbelein entwickelt, welcher sich zuvor bereits mit dem Schröpfen und der Schröpfmassage befasst hatte. Er behandelte eines Tages eine Patientin mit einem Schulter-Syndrom, als sein letzter Schröpfkopf zerbrach. In der Not setzte er eine deutlich kleinere Glocke auf, welche eigentlich zum Absaugen der Mandeln genutzt wird. Ihr Effekt war beeindruckend: Während durch die Schröpfmassage große Blutergüsse entstehen, so entstanden mit der kleinen Saugglocke nur kleine Blutpunkte, so genannte Petechien.

Die Patientin verspürte dabei einen stechenden Schmerz – so als ob man die Haut einritzen würde. Dabei hatte der Aufsatz keinerlei scharfe Kanten. Gleichzeitig jedoch verschaffte dieser Vorgang eine deutliche Erleichterung sowie ein gut durchblutetes, sehr angenehmes Gefühl nach der vollständigen Anwendung. Dr. Zöbelein wiederholte diese Therapie mehrmals, nach einiger Zeit waren keinerlei Petechien mehr entstanden – und die Schmerzen an der Schulter gehörten der Vergangenheit an.

Doch wie genau lässt sich dies erklären?

Das Prinzip funktioniert wie folgt: In bestimmten Bereichen der Haut, welche sich über der verspannten Muskulatur befindet, ist die Durchblutung nicht voll funktional, weiterhin stauen sich rote Blutkörperchen in den Kapillaren. Auch die Gefäßwand ist demnach nicht mehr in ihrem Optimalzustand und durchlässiger. Durch diesen intensiven Saugreiz der Petechialen Saugmassage, verformen sich die kleinen roten Blutkörperchen – und manche davon zwängen sich durch die Kapillarwand, was den stechenden Schmerz erzeugt. Dabei jedoch werden die Kapillaren keinesfalls verletzt, viel mehr schließen sie sich umgehend wieder und es setzt keinerlei Blutung ein. Dieser Vorgang wird unter anderem auch als die trockene Diapedese bezeichnet.

Weil sich die Erythrozyten direkt im Zwischenraum der Zellen befinden, werden sie nun oberflächig als rote Pünktchen sichtbar. Medizinisch sinnvoll ist die Petechiale Saugmassage deshalb, weil in den Kapillaren dank der ausgetretenen Erythrozyten wieder deutlich mehr Raum vorhanden ist – somit fließt das Blut leichter und man fühlt sich fitter.

Die Petechiale Saugmassage wird nach dem oben beschrieben Prinzip in der Schlosspark-Klinik Dr. von Rosen ausgeführt und kommt bei verschiedenen Indikationen zum Einsatz.

Diese können unter anderem sein:

  • funktionelle Beschwerden der Organe
  • Neualgien oder rheumatischer Formenkreis
  • posttraumatische Spätfolgen
  • Narbenstörfelder
  • Gelosen des Haut- und des Unterhaut-Gebwebes
  • nicht akute, entzündete Schmerzzustände
  • HWS-, BWS-, LWS- oder Schulter-Syndrom

Für weitere Informationen und zur Terminvereinbarung für eine Erstberatung zu dieser Therapie setzen Sie sich am besten direkt mit unseren Experten der Schlosspark-Klinik Dr. von Rosen in Verbindung.