Psychosomatische Reha

Die Psychosomatische Reha hilft Patienten, deren Leiden durch psychische Faktoren entscheidend beeinflusst werden und andererseits vom Körper auf die Psyche übergreifen. Die seelischen Symptome können wie bei Depressionen oder Ängsten im Vordergrund stehen, sie können aber auch die Ursachen und/oder die Folgen körperlicher Erkrankungen sein. Dass sich Körper und Seele stark beeinflussen, ist schon immer bekannt. In jüngster Zeit haben neue Erkenntnisse dazu geführt, dass eine Psychosomatische Rehabilitation zu nachhaltiger Heilung und Genesung von Patientinnen und Patienten führt.

Psychosomatische Reha in der Schlosspark-Klinik Gersfeld

Gersfeld bietet als heimliches Zentrum der Rhön eine Umgebung, die hoch prädestiniert für die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen erscheint. Unsere Klinik in Osthessen befindet sich direkt an der Wasserkuppe unweit des Dreiländerecks Bayern-Hessen-Thüringen, wo traditionell Gastlichkeit und Freizeit großgeschrieben werden. Diverse Einrichtungen haben sich in landschaftlich reizvoller Umgebung auf Angebote für Wellness und Beauty sowie umfassende Gesundheitsbehandlungen spezialisiert. Patientinnen und Patienten können hinaus in die Natur, beim Wandern neue Energie tanken oder sich sogar intensiverer Bewegung widmen. Vielfach genießen sie einfach die Ruhe und die frische Luft, wobei unser reichhaltiges Kulturangebot für Abwechslung während der psychosomatischen Rehabilitation sorgt. Letzten Endes geht es bei dieser Rehabilitationsform darum, die Psyche (Seele) mit dem Soma (Körper) wieder in Einklang zu bringen. Hierfür erstellt Ihnen die Schlosspark-Klinik Gersfeld ein individuell abgestimmtes Behandlungsangebot.

Was leistet eine Psychosomatische Reha?

Schon seit vielen Jahren können innerhalb der Psychosomatischen Rehabilitation viele bekannte Erkrankungen erfolgreich therapiert werden, darunter Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Zwangserkrankungen, Schlafstörungen, Schmerzzustände, ADHS, Posttraumatische Belastungsstörungen sowie funktionelle Beschwerden. Andererseits besteht ein großer Bedarf an psychosomatischen Behandlungen bei Patienten, die infolge körperlicher Erkrankungen wie Krebsleiden, Multipler Sklerose, unfallbedingten körperlichen Behinderungen, Diabetes mellitus oder chronischem Gelenkrheuma seelisch stark angegriffen sind. Solche körperlichen Leiden verändern dauerhaft und erheblich den Lebensvollzug, sie belasten daher neben dem Körper auch sehr stark die Psyche. Teilweise können sich die Patienten mit den Einschränkungen arrangieren, in einigen Fällen besteht Hoffnung auf nachhaltige Besserung wie etwa nach einem Herzinfarkt. Bei anderen Menschen besteht die Aufgabe einer Psychosomatischen Rehabilitation auch darin, den Patientinnen und Patienten zu einem neuen Lebenskonzept zu verhelfen. Zunächst einmal reagiert jeder Mensch auf eine fortan irreversible Einschränkung mit großer Trauer, aus der Resignation resultieren kann. Auch fürchten viele Betroffene, ihren Angehörigen zur Last zu fallen, was zu Depressionen mit suizidaler Tendenz führen kann. Hier ist rechtzeitiges Gegensteuern erforderlich, das die Psychosomatische Reha leisten kann.

Psychosomatische Reha schafft neue Möglichkeiten

Unabhängig von der konkreten Art einer Erkrankung muss ein Mensch nach einem schwerwiegenden psychosomatischen Vorfall neue Möglichkeiten für sich entdecken. Ein „Weiter-wie-gehabt“ gibt es in dem Sinne nicht mehr. Das betrifft auch Personen, die ohne direkte körperliche Erkrankung an Depressionen, Angststörungen oder Zwangshandlungen (Anankasmen) erkrankt sind, wobei in der Regel körperliche Symptome auch diese Erkrankungen begleiten (Magen-Darm-Probleme, Ess- oder Magersucht, Drogenabhängigkeit). Innerhalb der Psychosomatischen Rehabilitation entdecken die Patienten in sich bisher brachliegende Potenziale für eine alternative, selbstständige und befriedigende Lebensgestaltung. Im Prinzip durchweg werden zwischenmenschliche Beziehungen neu gestaltet, bewusster und zeitintensiver wahrgenommen und mehr genossen, auch entfalten die Rehabilitanden bestimmte Talente, die sie vorab vernachlässigt hatten. So gut wie jede Person betätigt sich nach so einer Krise auf die eine oder andere Art künstlerisch, auch entdecken die Menschen ihre spirituelle Seite, die sie vorher nicht wahrnehmen konnten oder wollten. Die nun vorhandene Einschränkung – diese gibt es auch nach einer Major Depression – kann zu einem intensiveren und reicheren Leben führen. Das ist für „Gesunde“ nur schwer nachvollziehbar, aber Menschen, die sich nach einer schwerwiegenden Erkrankung mit Todesnähe vom Konsum- und Karrierewahn unserer Gesellschaft abwenden, empfinden das als große Erleichterung. Hierzu hat die Psychosomatische Reha in jedem Fall beigetragen.