Schmerzen – die Lösung des Schmerzproblems

Landauf, landab werden Schmerzkongresse, Schmerztagungen, Schmerzsymposien abgehalten. Es dürften in diesem Jahr allein in Deutschland einige Hundert sein. Zu fast allen diesen Fortbildungen wird mit Hilfe der Pharmaindustrie eingeladen, die damit be-wusst als Sponsor auftritt und sicherlich auf Themen und Verlauf der Veranstaltungen einigen Einfluss nimmt.

Aus der Geschichte, auch der Medizin, wissen wir, dass immer dann, wenn für ein Problem viele verschiedene Lösungsvorschläge an-geboten werden, wahre Ursache und erfolgreiche Therapie noch weitgehend unklar sind. So auch hier. Die Experten zerbrechen sich die Köpfe, sie forschen, diskutieren, vielleicht auch schwadronieren, sie machen komplizierte Tierversuche (deren Sinn oft fragwürdig ist), erfinden höchst geistvolle Untersuchungsmodelle und vieles andere mehr. Der Lösung des Schmerzproblems sind sie aber seit Jahrzehnten nicht näher gekommen. Immer noch wird die Verordnung von Analgetika, Anti-Inflammatoria, Sedativa und anderen Medikamenten bis hin zu Morphium und seinen Derivaten als der wichtigste Faktor der Schmerzbehandlung angesehen. Dement-sprechend hoch ist auch die Zahl der diesbezüglichen Verordnungen mit ansteigender Tendenz.

Dabei ist das Schmerzproblem in seinen wesentlichen Facetten seit Jahrzehnten gelöst. Es wird nur nicht zur Kenntnis genommen auch nicht in den naturheilkundlichen Kreisen. (Nur der Schmerz aufgrund einer chronischen Polyneuropathie ist bislang m.E. un-geklärt.)

Gekonnte, erfolgreiche, ausheilende, den Schmerz auf Dauer nebenwirkungsfreie beseitigende Therapien basiert auf den Forschun-gen und Theorien einiger bekannter Ärzte des vergangenen Jahrhunderts:

1. Hans-Heinrich Reckeweg:
Er entwickelte die Homotoxinlehre. Danach entstehen die meisten Krankheiten, zu denen auch die Schmerzkrankheiten gehören, aus der Einlagerung von Giftstoffen, den sogenannten Homotoxinen. Die kausale Therapie besteht dementsprechend in der Ausleitung dieser Toxine. Das Prinzip ist ganz einfach, die praktische Umsetzung schwieriger, aber möglich.

2. Franz Xaver Mayr:
Er zeigte uns, dass die Mehrzahl aller Krankheiten durch Zersetzung von Nahrungsbestandteilen im Darm entstehen. Wenn man es durch entsprechende Behandlung und Eigenvorsorge erreicht, dass diese Zersetzung auf Dauer beendet wird, dann hört auch die Krankheitsanfälligkeit auf. Der Organismus gesundet zusehend bis zur Vollgesundheit, soweit diese noch erreichbar ist.

3. Ernst Hartmann:
Von ihm stammen viele Erkenntnisse über die „Krankheit als Standortproblem“, dem Namen seines Buches (Haug-Verlag). Der Mensch kann nicht gesund werden, wenn er ständig pathologischen Reizen aus der Erde, dem Kosmos, der Umwelt ausgesetzt ist (Geopathie, Elektrosmog, Magnetfeldveränderungen, kosmische Belastungen).

4. Ferndinand und Walter Huneke:
Sie fanden wesentliche Zusammenhänge der Segmenttherapie, der Fernwirkung von Störungen und deren nahezu blitzartige Beseitigung bei Auslösen eines sog. „Sekunden-„ oder auch „Huneke- Phänomens“. Seit dieser Zeit ist Schmerztherapie wesentlich berechenbarer geworden.

Sicherlich könnten in diesem Zusammenhang noch viele andere Ärzte und Forscher genannt werden. Ich möchte deswegen noch zwei weitere Ärzte nennen, weil sie wesentlich auf die heutige Art einer erfolgreichen Schmerztherapie Einfluss genommen haben.

5. Ernst van Aaken:
Er hat maßgeblich das Ausdauertraining im Sport beeinflusst und damit bewiesen, dass auf diese Weise sehr viele chronische Krankheiten auch Schmerzzustände zu bessern und auszuheilen sind. Damit kommt er der Homotoxinausleitung von Reckeweg sehr nahe.

6. George Goodheart, USA:
Dieser Arzt gilt als der Begründer der angewandten Kinesiologie. Damit initiierte er ein Diagnose- (und Therapieprogramm, das genial einfach, zuverlässig und preiswert sowie überall einsetzbar ist. Die daraus abgeleitete Schmerzdiagnostik und -therapie unterscheidet sich seitdem grundlegend von allen vorherigen Möglichkeiten. Die Umsetzung der obigen Theorien und Forschungsergebnisse in die tägliche Praxis ist natürlich nicht so ganz einfach. Sie ist aber immer dann möglich, wenn man sich bemüht, zumindest den größeren Teil davon zu verwirklichen

Ad 1. Eine Homotoxin-Ausleitung erfolgt u.a. durch Schwitzen, körperliche Arbeit, Fieber, Schröpfung, Aderlass, Baunscheidt-Behand-lung. Dazu muss die Entgiftung über die Entgiftungsorgane Leber und Niere angeregt werden. Die alten Heilpraktiker konnten über die Irisdiagnose sehr häufig Schwächen von Leber, Niere und Pankreas erkennen und gaben dann entsprechende homöopathische Medikamente. U.a. mit dieser Therapie begründeten sie ihren allgemein sehr guten Ruf, der wiederum auf ihre Erfolge zurückzuführen war

Ad 2. Zur Therapie nach Mayr gehört nicht nur die Mayrkur mit Milch und Brötchen, sondern besonders auch die Prophylaxe durch langsames Essen, gutes Kauen, Disziplin in Nahrungsaufnahme,  Nahrungszusammensetzung und Einhaltung klarer Esszeiten (z.B. abends immer nur wenig). Damit entlastet man seine Verdauungsorgane, besonders den Dünndarm, vermeidet Zersetzung der Nahrung (Gärung und Fäulnis) und damit die Bildung endogener Gifte, die fast immer viel wesentlicher sind als die Gifte von außen. Die Grundsätze nach F.X.Mayr sind die Grundlagen jeglicher Gesunderhaltung.

Ad 3.Viele Krankheiten hängen mit einem schlechten Schlafplatz zusammen. Z.B. tritt Krebs fast immer nur dort auf, wo der Mensch auf einer geopathisch belasteten Zone schläft. Es ist also unvorstellbar wichtig, dass man diesem Problem seine ganze Aufmerksam-keit widmet. Ein Mensch, der weiterhin auf seinem belasteten Schlafplatz bleibt, kann nicht gesund werden. Er muss im eigenen Interesse seinen Schlafplatz auf eine neutrale Stelle verlegen, auch wenn das mitunter sehr schwierig ist. Für die Untersuchung des Schlafplatzes ist die Mitwirkung eines versierten Baubiologen unbedingt erforderlich. Ein guter Untersucher ist nicht leicht zu finden. Übliche Rutengänger reichen selten aus. Jeder Arzt sollte sich ernsthaft bemühen, mit einem oder mehreren guten Baubiologen zusammen zu arbeiten.

Ad 4. Die Neuraltherapie ist aus unserem naturheilkundlichen Spektrum nicht mehr wegzudenken. Die Segmentbeziehungen und die dazugehörige segmentale Behandlung über die Haut, das vegetative Nervensystem sowie die jeweiligen Organteile innerhalb des Segmentes wurden durch die Arbeiten der Brüder Huneke klar dargestellt. Die Entdeckung des „Sekundenphänomens“ eröffnete völlig neue Perspektiven, besonders den Umstand, dass es theoretisch möglich sein müsse, jeden Schmerz in Sekundenschnelle löschen zu können. Dies ist heute zwar mit Neuraltherapie allein sehr schwierig geworden, im Verbund mit anderen Methoden aber häufig vorführbar.

Ad 5. Der Ausdauersport, besonders in der Art „Laufen ohne zu schnaufen“ ist in unserer derzeitigen Gesellschaft angenommen wor-den. Immer mehr gründliche Untersuchungen beweisen den gesundheitsfördernden Wert dieser sportlichen Betätigung. Moderater Ausdauersport erhält Gesundheit, Lebensfreude und Aktivität und vermindert darüber hinaus drastisch die medizinischen Kosten. Sehr häufig lassen sich generalisierte und lokale Schmerzen damit lindern oder beseitigen, denn Ausdauersport ist intensive ganzheitliche Ausleitungstherapie

Ad 6. Über den Muskeltest, Teil der angewandten Kinesiologie, können wir sehr schnell ohne Geräte gestörte Punkte oder Areale auf der ganzen Körperoberfläche, bei genauerer Untersuchung auch an den inneren Organen feststellen. Den gleichen Test benutzen wir auch, um eine adäquate Therapie für diese Störungen zu finden. So kann man gezielt die gesetzmäßigen Ursachen von lokalen Schmerzen heraustesten und diese dann ebenso gezielt beseitigen. Natürlich klappt das nicht in jedem einzelnen Fall aber doch in ca. 50-70%. Diese Zahl müsste jeden ernsthaften Schmerztherapeuten aufhorchen und ihn genauer nachforschen lassen. Denn die z.T. blitzartige Beseitigung von 50% der Schmerzen erscheinen wie eine Wunderheilung und sind gleichzeitig eine gute Möglichkeit der Senkung von Nebenwirkungen und Kosten.

Wir fassen zusammen: Eine Schmerzbeseitigung mit naturheilkundlichen Mitteln und Verfahren ist heute in der überwiegenden Zahl der Fälle mit relativ geringem Aufwand möglich. Die Gabe von Schmerzmitteln mit deren vielfachen Nebenwirkungen wird dann unnötig und überflüssig. Allerdings ist das Zusammenwirken verschiedener Methoden notwendig. Dazu zählen die allgemeine Entschlackungs- oder Ausleitungstherapie (Homotoxinlehre nach Reckeweg), die Verhinderung erneuter Bildung von Toxinen (siehe Forschungsergebnisse von Mayr und Hartmann) und die punktgenaue Therapie entsprechend den Richtlinien nach Huneke und Goodheart.

Natürlich müsste dieses Referat auch auf diverse Einzelheiten eingehen, die Namen auch anderer verdienstvoller Ärzte nennen, wei-tere Methoden und ihr Zusammenwirken im medizinischen Alltag schildern. Dies sprengt aber den Rahmen einer kurzen Abhandlung. Nur so viel sei noch einmal betont: Schmerzen zu beseitigen ohne Einsatz schwerwiegender Medikamente ist heut im Allgemeinen kein Problem mehr. Es ist eine Frage eines logischen Ursache- und Behandlungskonzeptes und dessen praktischer Umsetzung.

Somit können wir mit Recht behaupten, dass das Schmerzproblem im Großen und Ganzen gelöst ist. Wie bereits beschrieben bezieht sich dies nicht auf die Polyneuropathie, bei der anscheinend degenerative Veränderungen der Nerven die Hauptursache der Polyneu-ropathie, bei der anscheinend degenerative Veränderungen der Nerven die Hauptursache der Schmerzen sind. Aber die Polyneuro-pathie ist nur ein Teilaspekt der chronischen Schmerzzustände. Möglicherweise ist die orthomolekulare Therapie mit hohen Dosen von Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren bei diesem Krankheitsbild erfolgreich. Denn die oben geschilderte allgemeine Schmerztherapie hilft bei diesen besonderen Leiden leider sehr wenig.

In diesem Artikel habe ich in kurzer Form die m.E. wesentlichen theoretischen Grundlagen der Schmerztherapie beschrieben. In einem späteren Artikel möchte ich auf die Umsetzung in der täglichen Praxis eingehen.

Weitere Informationen zum Thema sowie den kompletten Fachartikel finden Sie hier
Schmerzen_Die_Losung_des_Schmerzproblems (PDF-Datei / 593 KB)